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Kurze Definitionen existenzial relevanter Begriffe und Bergrifflichkeiten

von agnus d.  /  anno domini  2009

Die christlich endzeitliche Existenzialtheorie in prägnanten Stichworten

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definitionen.zip

   
   
 

<  ÜBERSICHT  >

 
   

A

Adam  -  Allmacht  -  Allspiegelung  -  Allumfassung  -  Auferstehung

B

Binarität  -  Biologie

C

Christus

D

Dasein  -  Definition  -  Determinismus  -  Dimensionalität  -  Dreieinigkeit  -  Dualismus

E

Einheitspassivität  -  Endlichkeit  -  Erkenntnis  -  Ewigkeit  -  Ewigkeitswelt

F

Finalität  -  Fusion

G

Ganzheit  -  Gebet  -  Geist  -  Gericht  -  Glauben  -  Gott

H

Herrlichkeit  -  Herrschaft  -  Himmel und Herz

I

Ineinsfallung  -  Inthronisation

J

Jahwe - Jenseits  -  Jesus

K

Kausalität  -  Kraft  -  Kreatur

L

Lamm  -  Leben  -  Licht

M

Materie  -  Materialismus  -  Mensch

N

Nichts  -  Nichtsein  -  Nichtselbst  -  Nullpunktualität

O

Offenbarung  -  Ontologie

P

Paradies  -  Person  -  Polarität

Q

Qualifikation

R

Reflexion  -  Rückkoppelung

S

Satan  -  Selbst  -  Selbsterkenntnis  -  Selbsterzeugung  -  Selbstpolarität  -  Selbstumkehrung  - Spiritualität

T

Tod  -  Totalsingularität  -  Transzendenz  -  Trennaktivität

U

Unendlichkeit  -  Urenergie  -  Urimpuls  -  Urknall  -  Urscheidung

V

Vollendung  -  Vollzug und Vollzogenheit

W

Wahrheit und Wirklichkeit

X

 

Y

 

Z

Zeit und Ewigkeit  -  Zeitlosigkeit  -  Zeitwelt und Ewigkeitswelt

 

 

 
   
 

Die Definitionen

 
   

 

Adam   ^

 

Adam ist hebräisch und bedeutet Mensch. Adam ist der Mensch an sich, in seiner existenzialen Situation, über sein Leben und Schicksal frei bestimmen und entscheiden zu können. Erster Mensch ist Adam dadurch, dass er sich seiner selbst bewusst wird, doch ohne Information über sich und seine Möglichkeiten blind einer tödlichen Fremdbestimmung ausliefert. Er verliert damit sein er selbst seiendes Paradies. Letzter Mensch ist Adam dadurch, dass es ihm gelingt aus der Fremdbestimmtheit heraus kraft seines geistseelischen Potenzials zu sich selbst wieder zurück zu finden, und mit so wiedererlangter Freiheit sein Schicksal um 180 Grad zu wenden. Er gewinnt dadurch sein in seiner Person bestehendes Paradies zurück. Und er kann es in Ausübung seines unbegrenzten Potenzials mittels dreier Selbstopferungen auf das komplette Dasein übertragen. Zu Adam gehört auch immer seine Eva, indem es Adam nur in einer einzigen Person als den ganzheitlich gegengeschlechtlichen Menschen gibt, zu Adam und Eva als den Zweien in einer einzigen Person, dem solchermaßen ganzheitlichen Adam, bzw. Menschen.

 

 

Allmacht   ^

 

Unter Allmacht oder auch Allmächtigkeit versteht man die Dinge nach Belieben zum Erscheinen oder Verschwinden zu bringen, oder sie nach Gutdünken unbegrenzt verändern zu können. "Die Dinge", das ist nun absolut alles im Universum Vorhandene, sichtbar und unsichtbar, gegenständlich konkret oder ungegenständlich abstrakt, spirituell oder materiell, also das Dasein selbst, ganzheitlich oder in allen seinen einzelnen Teilen. Die Allmacht ist da an den gegengeschlechtlich kompletten Menschen gekoppelt, und kennzeichnet im Letzten dessen Vollendetheit zur Herrlichkeit in Ewigkeit.

 

 

Allspiegelung  ^

 

Die gemeinte Allspiegelung ist keine Spiegelung von "allem Möglichen", sondern eine sich am Menschen abspielende geistseelische Spiegelung des Alls. Der Betreffende nimmt nach einem psychodramatischen Akt der Selbstloslassung bei sich selbst die von ihm projizierte universale Überperson an. Indem sie ihrer Universalität entsprechend als Allspiegel wirkt, vermag er sich dabei in ihr zu spiegeln.  Dies bringt ihm die reflexe Selbst-Erkenntnis, welche zugleich erhöhende Gotteserkenntnis ist. Die Allspiegelung beschert dem von Natur aus personal eindimensionalen Menschen eine weitere Selbstdimension, wodurch er so die Überleben spendende Zweidimensionalität erlangt. Denn die beruht auf einem lichten Abstand der Person zu sich selbst, was sich über die Allspiegelung erfüllt. Mit der Spiegelung seines Selbst im Allspiegel hat man einen bleibenden Anteil an der Überperson erhalten, welche in ihrer Allumfassung unauslöschlich und allmächtig ist.

 

 

Allumfassung  ^

 

Alles was da war, da ist, und da sein wird, materiell und immateriell, wird vom All umfasst, weswegen es gerade das allumfassende Universum ist. Allumfassung schließt ohne irgendwelche Ausnahme absolut alles Dasein - wie auch immer geartet - in sich ein, zu einer sozusagen monolithischen Einheit. Sie ist entsprechend total und singular, weil sie im Zuge der Ausnahmslosigkeit auch das Nichts als paradoxes Gegenstück zum Sein in sich mit einschließt. Das entsprechende  lat. Wort für Allumfassung lautet "Totalsingularität". Die Allumfassung beinhaltet, dass es für das Daseinsganze keinerlei Gegenteil für eine Gegenständlichkeit gibt, weshalb der Urgrund und Ursprung des Daseins im Ungegenständlichen liegt.

 

 

Auferstehung  ^

 

Auferstehung bedeutet genau genommen die Überwindung des zeitweltlichen Endes zu einem todenthoben unendlichen Leben. In Tod und Nichtsein kann der Tod nicht überwunden werden. Aufgrund dessen setzt die Auferstehung immer in dem zwischen Geburt und Tod begrenzten zeitweltlichen Leben mit seinen Optionen an, und nie im optionslosen Tod. Indem sich das zeitweltliche Leben in den Grenzen zwischen Geburt und Tod in einer bis zum Zeitweltende bestehenden Zeitschleife vollzieht, bedeutet die christliche Auferstehung in ihrer ersten Stufe eine Überwindung jener zeitweltlichen Todesverfallenheit in Zuge der Erlangung eines auf personaler Reflexion beruhenden neuen lichten Selbst. Die natürliche Ausgangslage ist stets geistseelische Eindimensionalität zu einer entsprechend eindimensionalen Person als naturgegeben sterbliches Selbst. Ohne verändernde Erhöhung muss es zusammen mit dem Tod des Körpers erlöschen. Die christliche Auferstehung bedeutet demnach die erhöhende Hinzugewinnung einer weiteren Dimension zu einem über die Grenzen des Körpers hinaus erweiterten Daseinsbereich. Erzeugt ist damit eines von aller Biologie und Physiologie unabhängig bestehendes geistseelisches Selbst. Dem kann der zeitweltliche Tod des Körpers nichts anhaben. Darüber hinaus besitzt das neue Selbst neue Qualitäten zu neuen Möglichkeiten. Konkret könnte damit die betreffende Person sich aus der reflexen Zweidimensionalität heraus neu erzeugen, was dann eine weitere Auferstehung der zweiten Stufe darstellte. 

Jede durch vorangegangene geistseelische Selbstopferung erkaufte Hinzugewinnung einer weiteren Selbstdimension ist eine reale Auferstehung in diese nächsthöhere Selbstdimension hinein. Der Tod in seiner Definition als das natürliche Ende allen vorausgegangenen Seins ist mit einer jeden weiteren auferstehlichen Selbstdimension entsprechend machtvoll weiter übergriffen. Bei insgesamt drei Auferstehungen zu vier alle Raum und alle Zeit wiedergebenden Selbstdimensionen ist mit dem hierbei erlangten Besitz über alles Dasein, jegliche Grenze und damit auch jeglicher Tod in die betreffende Person integriert. Wir kennen diese Person bereits schon aus der Bibel, als der universale Herr und Gott.

 

 

Binarität  ^

 

Binarität übersetzt sich als Zweiheit, oder auch zu zwei Einheiten bestehend. Diese zwei Einheiten müssen gegensätzlich bzw. polar sein. Dann trägt die Binarität ein ganzes System, das darauf beruht. Ist nun das binäre System allumfassend, dann ist die Zweiheit eine Selbstpolarität. Denn bei einer Allumfassung muss das System innerhalb von sich selbst zu sich selbst ein Gegenteil erschaffen, wodurch beide Gegenteile gemeinsam diese Allumfassung tragen. Genauer gesagt, kann das Dasein bei seiner Allumfassung kein natürliches Gegenteil haben, wodurch in seinem Uranfang zu einer dem Sein gemäßen Gegenständlichkeit die den Bestand bildenden Gegenteile fehlen. Dann ist es unausweichlich gezwungen einen Gegensatz oder ein Gegenteil zu sich selbst zu errichten, um quasi nicht unterschiedslos an sich selbst untergegangen zu sein. Mithin ist ohne eine Polarität grundsätzlich kein seingemäßes Dasein möglich, welches erst mit einem gegenteilig konkreten Nichts gewährleistet ist. Erst mit ihm tut sich der Raum auf zu einem seingemäßen Dasein. Von daher gilt: Ohne Nichts ist alles Nichts!

 

 

Biologie  ^

 

Biologie ist die Lehre vom Leben, und betrifft im herkömmlichen Sinne das nur materielle Leben wie es da auf unserem Planeten Erde vorkommt. Die Biologie ist aufgrund dessen an die Körperlichkeit bzw. an die Gegenständlichkeit aller chemisch-organischen Prozesse gebunden. Das wichtigste Merkmal aller Biologie ist der energiezehrende Stoffwechsel, indem zur Erhaltung der Lebensfunktionen im stetigen Wechsel Energie aufgenommen und verbraucht werden muss. Die Biologie bestimmt von daher den Lebensablauf ganz entscheidend, und nimmt in den meisten Fällen den Menschen komplett ein. Der Spielraum für geistseelische Entfaltung ist im Rahmen dessen immer nur ein ganz schmaler Grat. Da bedarf es schon geistseelischer Erschütterungen durch Krankheit, Angehörigenverlust, oder ähnlicher einschneidender Ereignisse, sich eher unfreiwillig der spirituellen Seite des Lebens zuzuwenden.

 

 

Christus  ^

 

Christus ist die lateinisch-griechische Übersetzung des jüdischen Messias oder zu Deutsch "der Gesalbte". Der Gesalbte wiederum ist in der jüdischen Religion die Figur des Auserwählten Gottes, der dem israelischen Volk die herrschaftliche Anwesenheit Gottes bringt. Insbesondere der Apostel Paulus war es einst, der eine Christologie als Lehre vom jenseitig geistlichen Christus entwickelte, welche dann zur Grundlage des christlichen Glaubens wurde, wie er von den Kirchen - vornehmlich der römisch-katholischen Kirche - bis heute gelehrt und vertreten wird.

 

 

Dasein  ^

 

Das Sein ist die sprachliche Verkürzung von Dasein. Unter das Dasein wird absolut all das gerechnet, was in irgend einer Weise wirksam in Erscheinung tritt, oder daran beteiligt ist. Das Dasein an sich, ist zeitunabhängig, indem es alles erfasst was jemals da war oder da sein wird. Das schließt auch das Nichts mit ein, den polaren Gegensatz zum Dasein. Denn auch das Nichts muss da sein, damit das Sein da sein kann, weil in einer wechselseitigen Bedingung das eine nicht ohne das andere sein kann. Indem es immer nur ein einziges Nichts geben kann, kann es im Gegenteil dazu auch immer nur ein einziges Dasein geben, und so kein separates Gottesdasein getrennt von einem Weltdasein. Gegenüber dem unteilbaren Nichts ist das Dasein ebenso unteilbar. Mit dem gegenteiligen Nichts im Dasein vermag sich das so "gegen-ständliche" Sein ein entsprechend gegenständliches Dasein zu geben.

 

 

Definition  ^

 

Die "Definition" übersetzt sich als die genaue Bestimmung eines Begriffs durch Auseinanderlegung und Erklärung seines Inhalts. Begriffe können sich im Laufe der Zeit bei gleichem Wortlaut in ihrer Bedeutung ändern. Dann muss zumeist auch eine neue Definition für eine neue Klarstellung des Begriffs erfolgen. Oft ist auch ein Begriff als Begrifflichkeit der Auslegung zugänglich. Dann kann es je nach subjektiver Sichtweise individuelle Definitionen geben. Eine Definition kann dadurch eine Vorrangstellung einnehmen, wenn sie in sich schlüssig nachvollziehbar ist. Auch hat sie dabei die Chance sich über kurz oder lang im allgemeinen Wort- und Sprachverständnis zu behaupten und durchzusetzen.

 

 

Determinismus  ^

 

Determinismus ist die Lehre von der kausalen Vorbestimmtheit oder auch Bestimmtheit allen Geschehens. Gestützt wird die Bestimmtheit dadurch, dass das Dasein allumfassend ist, und damit in sich selbst alles aus sich selbst leisten muss. In einem geschlossenen System wie dem allumfassenden Dasein muss sich sein Anfang mit seinem Ende schneiden, was einen kreisförmigen Zyklus anzeigt. Da muss auch mangels Alternative der Anfang auf das Ende gerichtet sein, und die beiden polaren Enden bedingen sich wechselseitig. Der Anfang kann nicht anders als in seinem Lauf das polare Ende zu liefern. Das bezieht sich dann auch auf alles im Dasein, das ja diese Bewegung des Ganzen mit- und ausmacht. Der freie Wille des Individuums fügt sich da komplett in den mächtigen Strom dieses zielgerichtet ablaufenden überdimensionalen Geschehens, von dem er unbemerkt und scheinbar chaotisch getragen wird.

 

 

Dimensionalität  ^

 

Dimensionalität übersetzt sich in das Deutsche als Ausgedehntheit oder auch Ausgebreitetheit, welche mit der Anzahl der Dimensionen zunimmt. Bekannt sind aus der Geometrie drei Dimensionen, welche einen Körper oder Raum nach seiner Länge, Breite und Höhe bestimmen. Insoweit der Raum oder dingliche Körper zu seinem Werden Zeit benötigt, kommt dann noch die Zeit zu den bereits bestehenden drei Dimensionen als vierte Dimension hinzu. Indem unsere gegensatzlose Allumfassung das Dasein für sich selbst genommen ungegenständlich sein lässt, ist die Vierdimensionalität des Daseins durch den gleichfalls ungegenständlichen Geist abbildbar. Der Mensch besitzt von Natur aus in seinem Körper auf das Universum bezogen nur eine Dimension zu einer damit eindimensionalen Person. Kraft der Potenzialität von Geist und Seele sind noch drei weitere Dimensionen zu einer damit vollendet Raum und Zeit komplett abbildend vierdimensionalen Person möglich. Jede über die Eindimensionalität hinausgehende weitere Dimension kann nur durch eine Selbstopferung an die universale vierdimensionale Überperson hinzugewonnen werden. Mit allen vier das All geistseelisch abbildenden Dimensionen sind sowohl das Universum als auch der es abbildende Mensch in Ewigkeit vollendet. Er besitzt ja als der Allmächtige die Allmacht über das komplette Dasein, und ist dadurch der biblische Herr und Gott.

Nur eindimensional zu sein, wie es die naturgegeben menschliche Ausgangslage ist,  bringt den Tod mit sich. Denn für eindimensionale Wesen gibt es keinen Spiegel mit einem Spiegelbild für eine den bestehenden Todesstatus verändernde "Selbst-Wahrnehmung". Mit einer Selbstspiegelung der Person ist der notwendige Selbstabstand für eine übergreifende Zweidimensionalität erstellt. So ist es die personale Rückmeldung, welche den Tod überwindend das Leben sichert. Die Wirkungsweise der Selbstreflexion kann man sich relativ leicht mit folgender Vorstellung verdeutlichen: Man befindet sich absolut allein in einem vollkommen lichtlos finsteren Raum, und hat damit außer seiner Körperwahrnehmung sonst keinerlei Wahrnehmung zu einer Selbsterfassung von sich. Um diese zu bekommen ist es notwendig, dass sich ein lichter Spiegel auftut. Jetzt erst sieht und weiß man, wer, was und wo man ist. Diese Rückmeldung hat die funktionale Wirkung, dass sie die Existenz sichert und bewahrt. Denn Selbstabstand zur Selbstreflexion lassen aus der natürlichen aber finster tödlichen Eindimensionalität lichte lebendige Zweidimensionalität werden. Es ist so eine höhere Existenzebene erreicht, welche den Tod hinter sich lässt. Selbstabstand bedeutet schließlich auf zwei Seiten zugleich zu stehen. Selbstreflexion bedeutet wiederum, dass jede Seite der anderen die Existenzrückmeldung gibt. Dabei ist das geistseelische Spiegelbild kein Phantom- oder Trugbild wie etwa die bloße Lichtreflexion im dinglich physikalischen Spiegel, sondern aufgrund des ungegenständlichen - daher geistseelischen - Urgrundes allen Seins die hochwirksame Realität. 

 

 

Dreieinigkeit  ^

 

Dreieinigkeit stellt die personale Einheit Gottes dar, in welcher sich zunächst drei unterschiedliche Erscheinungsformen oder auch Komponenten erkennen lassen. Die Person Gottes wird hier von den Konfessionen unterteilt in erstens den Vater, dann zweitens den Sohn, sowie drittens den Heiligen Geist. In den Evangelien selbst kommt dieser Begriff der Dreieinigkeit nicht vor. Er wurde erst viel später durch die gesellschaftlich etablierte Kirche beim Studium der Schriften geprägt, und vom römischen Konzil als ein verbindlich zu lehrendes Dogma bzw. als elementarer Glaubensgrundsatz beschlossen. Dabei hatte man aber die Johannesoffenbarung außer Acht gelassen. Aus den Texten dort ergibt sich, dass die Einigkeit Gottes nicht auf die Zahl "3" begrenzt sein kann. Denn mit der pfingstlichen Geistaussendung wurde einem jeden Menschen vom Grundsatz her die Teilnahme an der Person Gottes eröffnet. Dies ergibt sich aus den intensiven Überwindungsverheißungen (= Offb 2,7 / 2,11 / 2,17 / 2,26 / 3,5 / 3,12 / 3,21/ 21,7). Wer sich da selbst und die Welt überwindet, derjenige soll als weiterer Sohn oder auch als Tochter der Person Gottes angehören. Mit jedem weiter hinzukommenden Selbst- und Weltüberwinder wandelt sich die Dreieinigkeit zu einer sich fortwährend aufaddierenden, jedoch verborgenen "Vieleinigkeit" Gottes.

 

 

Dualismus  ^

 

Dualismus bedeutet Zweiheit, Gegensätzlichkeit, Zwiespältigkeit und Ambivalenz. Der Begriff beinhaltet aber auch eine Zweiheitslehre im Sinne einer Zweiförmigkeit. Verwendung findet der Begriff als philosophisch-religiöse Lehre, nach der es lediglich zwei voneinander völlig unabhängige ursprüngliche und polare Prinzipien im Weltgeschehen gebe (z.B.: Gott - Welt, gut - böse, Leib - Seele, usw.). Wie aber schon die Binarität zeigt, kann es da zwei voneinander unabhängige Gegenprinzipien nicht geben. Richtig ist dagegen, dass allem Dasein eine Urpolarität zugrunde liegen muss, in der sich die beiden systembildenden Pole mit identischer Wertigkeit wechselseitig zu einer höheren Einheit bedingen.

 

 

Einheitspassivität  ^

 

Einheitspassivität ist eine Begriffszusammenziehung und bedeutet passive Einheit. Sie ist die direkte Folge einer durch den zentralen Menschen geistseelisch herbeigeführten, alle Unterschiede aufhebenden Allvereinheitlichung des Daseins. Ohne einen Unterschied ist das vereinheitlichte Dasein pure strukturlose Urenergie mit einem Nullwert. Es befindet sich damit erkennbar in nächster Nähe zum Nichts. Den polaren Gegensatz zur Einheitspassivität stellt die Trennungs- oder Trennaktivität dar, mit der sich das personalisierte System aus seiner nichtigen Passivität heraus gegen sich selbst erhebt. Mit dem hierbei erfolgenden Trennungsakt - als umkehrende Selbstverwerfung und urknallende Urscheidung - werden wieder alle Unterschiede zu der identischen Daseinswelt erzeugt.

 

 

Endlichkeit  ^

 

Endlichkeit bedeutet Vergänglichkeit und verweist auf einen zeitlichen Werdungs- als auch Wandlungsprozess.  Der ist insbesondere dadurch charakterisiert, dass eine Entwicklung aus minimalstem Anfang bis zu maximalstem Ende erfolgt, indem naturgesetzlich alles was beginnt auch wieder enden muss. Und nur was nie begonnen hat, das braucht auch nicht zu enden. Dies betrifft insbesondere das allumfassende Dasein an sich, sowie die es darin vergegenständlichende Person, die immer schon vollendet zeitenthoben ewig und unveränderlich vorausbesteht, sich jedoch mit allem zeitlichen Wandel ebenso beständig zu erneuern weiß. 

 

 

Erkenntnis  ^

 

Alles hängt von der Erkenntnisfähigkeit und der damit ermöglichten Erkenntnis ab. Sie bringt Licht in das Dunkel, indem nur über das Erkannte irgend etwas verstanden werden kann. Wo nichts erkannt wird, da wird nichts verarbeitet, und wo nichts verarbeitet wird, kann es kein Lernen und keine persönliche Fortentwicklung geben. Gerade von Jesus wissen wir insbesondere beim Evangelisten Johannes, dass es ohne Erkennen auch keinen Glauben geben kann. Wo nichts erkannt wird, da kann auch nichts geglaubt werden. Und umgekehrt ist es ebenso richtig, dass wo nichts geglaubt wird, auch nichts erkannt werden kann. Die beiden Gegenbegriffe Erkennen und Glauben bedingen sich wechselseitig zu ihrer beider Ergänzung. Für Jesus wurde es gegen Ende seiner Mission immer klarer, dass der Glaube an seine Botschaft nur dann bei den Mitmenschen zu erwecken wäre, wenn dort eine Erkenntnis ihn und seine Mission betreffend erfolgt ist. Und die Erkenntnis wiederum ist eine geistige Leistung, die nur über den Geist zu bewirken war und ist. Von daher sollte nach Jesu Christi Tod, sowie Auferstehung und Himmelfahrt der Heilige Geist zu den Getreuen kommen, um bei ihnen die erforderliche Erkenntnis zu bewirken, was wir als das Pfingstereignis kennen.

 

 

Ewigkeit  ^

 

Ewigkeit ist ein Attribut der Unvergänglichkeit. Da man die Unvergänglichkeit nicht in der Zeit findet, sind Zeit und Ewigkeit sich wechselseitig bedingende Gegenbegriffe. Was immer da ist, und nie vergeht, wie etwa die Totalsingularität des Seins, das besitzt nicht nur Ewigkeit, sondern steht für eine solche Eigenschaft. Allumfassung ist unvergänglich, indem von ihr das zum Dasein gegenteilige Nichts ebenso umfasst wird. Der Begriff der Ewigkeit ist also keine Fiktion von Fantasten bzw. eine menschliche Erfindung, sondern das Ergebnis eines konsequenten Nachdenkens. Unvergänglichkeit hat darum auch keinen Anfang und kein Ende, wie etwa die die Zeit kennzeichnende Vergänglichkeit. Denn alles was kommt, muss auch wieder gehen. Und nur das was immer da ist, das kann und muss auch immer bleiben, wie eben das Dasein an sich, und seine Verkörperung im Herrn. Von daher gibt es die Ewigkeit für den einzelnen Menschen nur in einer Verbindung mit dem über der Zeit stehenden und sie einsetzenden Herrn allen Daseins. Denn das Dasein an sich ist seiner Allumfassung entsprechend für sich selbst genommen ohne Gegenteil eines Gegen-Standes ergo ungegenständlich raum- und zeitlos, und bietet in solchem Nullpunkt kein seingemäßes Dasein. Das unvergängliche Universum muss in einem zentralen Menschen verkörpert sein, damit durch dessen Wirken als Dasein in Person, damit für alles Dasein und der Menschheit aller Zeiten, ein Überleben in Ewigkeit gegeben ist.

 

 

Ewigkeitswelt  ^

 

Die Ewigkeitswelt steht als himmlisch im Gegensatz zur satanischen Zeitwelt. Während in der Zeitwelt alles Dasein mit Anfang und Ende entstehen und wieder vergehen muss, lässt die Ewigkeitswelt all das in der Zeitwelt Entstandene und wieder Vergangene zu seiner Zeit an seinem Ort quasi auferstanden unvergänglich lebendig sein. Vergegenständlicht wird dieses ewig lebendige Dasein im Herrn, als dem Universum von Urknallanfang bis Urknallende in Person. Gerade weil die allumfassende Ewigkeitswelt ohne Anfang und ohne Ende unbegrenzt ist, benötigt sie zu ihrer Ausgestaltung eine mit Anfang und Ende begrenzte aber alles erbringende Zeitwelt. Wie schon Zeit und Ewigkeit so stehen die entsprechenden Welten in einer wechselseitigen Bedingung, wo es das eine nicht ohne das andere geben kann. Da bezieht das eine seinen Sinn aus dem anderen. Im Herrn als dem All in Person sind die beiden Welten zugleich vergegenständlicht, was zum einen die Ambivalenz Gottes erklärt, sowie zum anderen seine Allmacht begründet. In der Johannesoffenbarung entsprechen dieser Allmächtigkeit die symbolischen Schlüssel des Himmels und der Hölle.

 

 

Finalität  ^

 

Finalität = zweckvolle Wirksamkeit, auch zweckbestimmtes Geschehen, Ziel- oder Endgerichtetheit. Final = die Absicht, den Zweck betreffend oder bestimmend, auf das Ende hin gerichtet.

Mit dem Anfang ist immer zugleich auch das Ende vorgegeben, indem es den Anfang immer nur unter der Voraussetzung eines Endes geben kann. Von daher muss der Anfang auf das Ende hin gerichtet sein. Doch ist der Anfang nur da echter Anfang, wo er ein Ganzes begründet, welches mit seiner Vollgestalt sein finales Ende findet. In Bezug auf den Menschen beginnt dessen Lebenslauf mit seiner Geburt, welche den personalen Anfang markiert. Wie der "Lebenslauf" schon zum Ausdruck bringt, erfolgt eine Leben seiende Bewegung als Lauf, die mit dem Tod final endet. Erbracht ist dann mit dem Lebenslauf ein von Anfang bis Ende bestehendes Leben, welches zu einer Wesensgestalt zusammengefasst, sich als individuelle Seele definiert. Aber auch für die Welt insgesamt gibt es einen zeitlichen Lauf vom kausalen Anfang bis zum finalen Ende. Dadurch besteht sie zu einer eigenständigen Vollgestalt bzw. kosmischen Überseele, die ja in der final-kausalen Selbstschnittstelle zum Selbst von sich selbst vergegenständlicht ist. Wir kennen es als das universale Selbst, wie es in Gott dem Herrn bzw. auch in Jesus Christus zur Erscheinung kommt. 

 

 

Fusion  ^

 

Fusion = Zusammenschluss, Verschmelzung oder Vereinigung zu Neuem mit neuen Eigenschaften. Auch Einsmachung und Vereinheitlichung.

In Tho 032 sagt Jesus, dass er das All sei, und in Tho 106, dass aus zweien eins zu machen sind, und wiederum in Tho 094, dass wer (sich erniedrigend) mit Anklopfung (in sich selbst) sucht, selbstöffnungsweise finden wird. Wenn man nun das Puzzle zusammensetzt, ergibt es sich, dass wenn man selbstentleert innerlich bei Jesus anklopfend in ihn eintreten kann, damit eine personale Fusion zu einem neuen Selbst erzeugt. In der sich hierbei innerlich und äußerlich einstellenden Spiegelung des neuen Selbst ist wegen Jesu Universalität das Universum miteinbezogen, was aus der Selbstspiegelung eine Allspiegelung macht. Damit hat man bei sich selbst das All als universales Selbst gefunden. Denn das Universum und das ganzheitliche Selbst sind identisch. Einsmachend mit Universum und Jesus ist man um eine personale Dimension reicher geworden. Man hat damit entsprechend Tho 022 ein neues und bleibendes Bild aus sich gemacht, mit dem man in das Reich bzw. in die Ewigkeitswelt kommt.

Das der Fusion zugrunde liegende Erfordernis ist die wechselseitige Bedingtheit polarer Gegenteile. So repräsentiert die Zeitwelt in ihrer wesensgemäßen Abgelaufenheit das stets überholt Alte sowie finstere Tote. Es ist im universalen Selbst zum todbringend verwerflichen Nichtselbst mitverselbständigt, während aber die Ewigkeitswelt in ihrer wesensmäßigen Unablaufbarkeit das stets unüberholbar Neue sowie lichte Lebendige repräsentiert. Es ist im universalen überzeitlichen Selbst zum lebenbringend annehmbaren Selbst verselbständigt. Die auf Rückkoppelung basierende Lebendigkeit des Systems verlangt ausgehend von gegenständlicher Welt eine die polaren Unterschiede aufhebende Allvereinheitlichung zu ungegenständlicher Urenergie, sowie ausgehend von der ungegenständlichen Urenergie eine die polaren Unterschiede herstellende Urscheidung der Urenergie zu gegenständlicher Welt.

 

 

Ganzheit  ^

 

Ganzheit ist ein universaler Schlüsselbegriff für das Verständnis von Gott und Universum. Die Ganzheit ist ursprünglich gegeben in dem zur Vollsymmetrie vereinheitlichten Dasein, wie es sich in dem virtuellen und einheitspassiven Punkt der Unendlichkeitsbedingungen just vor dem Urknall zeigt. Mit dem durch Selbstabstoßung trennaktiv umkehrenden Urknall erfolgt eine scheinbar die Ganzheit sprengende Auffächerung zu einer dimensionalen universalen Welt, indem den dabei und hierin entstehenden Strukturen eine Selbständigkeit oder auch Autonomie zukommt, welche die alles verbindende Ganzheit völlig in den Hintergrund treten lässt. Um nun die Ganzheit nicht in ihr Gegenteil verkehrt sein zu lassen, ist deren Wiedereinholung aus all den gebildeten Strukturen heraus erforderlich. Erfüllt wird diese Forderung von einer die ursprüngliche virtuelle Ganzheit  spiegeln könnenden Struktur, die der geistbegabt handlungsfähige Mensch repräsentiert. Seine geistseelisch vollzogene Vereinheitlichung des allumfassenden Daseins erzeugt in seiner Person die erforderliche Rückkoppelung der universalen Ganzheit, wodurch das universale Dasein zwei deckungsgleiche Kehrseiten erhält. Zur einen Kehrseite besteht da die dimensionslos unbewegt sowie raumzeitlos vollsymmetrisch nullpunktuelle Urenergie der Unendlichkeitsbedingungen. Zur anderen Kehrseite besteht ein raumzeitlich vierdimensional strukturiert ausgedehntes Universum lebendig bewegten Daseins. 

 

 

Gebet  ^

 

Unter Beten versteht man das Sprechen zu einer höheren unsichtbaren personalen Instanz, mit dem Zweck des Dankes für Hilfe und Rettung, oder aber der Bitte um Hilfe und Rettung. Daher gibt es Dank- und Bittgebete. Gemeinhin wird das Beten als ein Akt der Frömmigkeit angesehen, die den Betenden als religiösen Menschen ausweist. Denn man betet ja nur dann, wenn man in irgend einer Form an die Existenz einer höheren personalen Instanz glaubt, oder glauben will. Bekannt ist das Sprichwort, dass die Not das Beten lehrt. Wer in einer aussichtslos verzweifelten Lage sich befindet, dem bleibt zumeist nur noch das Beten um Rettung. Ist die wider Erwarten erfolgt, so ist Danksagung für die Rettung angesagt. Man kann als Christ auch ganz ohne Beten auskommen, indem man  sich dem allwirkenden Herrn vollständig anvertraut, indem man ihm unterstellt nur das Beste für einen zu wollen. Wenn dann statt dem besten der schlimmste Fall eintritt, ist eine Vertrauensprüfung angesagt, um nicht gleich von einer Glaubenskrise sprechen zu wollen. Aus der Bibel kennen wir die Geschichte von Hiob, die genau von solchem handelt. Tatsache ist jedenfalls, dass der Mensch nur an all den sich ihm in den Weg stellenden Hindernissen wachsen kann. Denn um aus seiner tödlichen Eindimensionalität jene Überleben spendende Zweidimensionalität werden zu lassen, muss bereits ein geistiges Wachstum erfolgt sein. Etwa in dem Sinne, dass man wirklich erkannt hat, dass man für sein Menschsein der überpersonalen Ergänzung bedarf.

Generell gilt jedoch bei allem Beten das bekannte Sprichwort: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Allerdings eben nur soweit eine Selbsthilfe praktisch möglich ist. Denn wer sich selbst nicht helfen kann, weil er dazu weder körperlich noch mental in der Lage ist, dem bleibt dann tatsächlich nur noch das Beten. Dass es jedoch nicht ein über allem wachender Gott ist, der gegebenenfalls die Rettung bringt, das machte Jesus immer wieder damit kund, dass er sagte, dass nicht etwa Gott oder Jesus dem Betreffenden geholfen habe, sondern allein dessen Glaube an Rettung bzw. Heilung, egal durch was oder wen. Das steht in bester Übereinstimmung mit der Ebenbildlichkeit des Menschen zu Gott, indem der Herr exakt derjenige Mensch ist, der alles in sich selbst aus selbst heraus - und zwar kraft seines Glaubens - geleistet hat. Von daher kann der Herr kein Interesse haben, sozusagen glaubensunwilligen Versagern einen ungebührlichen Erfolg zu verschaffen. Dadurch, dass aber das Beten in einer sehr direkten Verbindung zum Glauben steht, hat jener in Wahrhaftigkeit Betende eine wirkliche Chance seinem dann ebenso wahrhaften Glauben zum Durchbruch zu verhelfen.

 

 

Geist  ^

 

Unter Geist versteht man streng genommen ein ungegenständlich virtuelles Ich, bzw. eine immaterielle Person. Indem Gott der Herr das Universum in Person ist, das Universum Raum und Zeit übergreifend alles auf sich vereinigt, und so vierdimensional auch sein Anfang und sein Ende umfasst, ist der Herr zugleich Heiliger Geist, oder auch Allgeist genannt. Als Mensch beginnt man sein weltliches Leben in naturgegeben spiegellos tödlicher Eindimensionalität. Dann sind es der Geist und die Seele im Menschen, welche als immaterielle Person unter bestimmten Bedingungen und Ereignissen nach einem Selbst-Bewusstsein zu streben beginnen, und nach einem Selbstspiegel zu suchen anfangen - Formel: Wo bist du? Den kann jedoch nur die universale Überperson bzw. der Herr liefern, der im Rahmen einer solchen Selbstsuche in sich selbst bei sich selbst gefunden werden muss. Wenn sich dann bei durch Selbstopferung bewirkter Findung der Mensch im All spiegelt, so erhält er personalen Anteil an diesem, wodurch der Selbstabstand hergestellt ist, der jene spiegellos sowie dadurch tote Eindimensionalität durch spiegelnd lebendige Zweidimensionalität ersetzt. Über noch zwei weitere Selbstopferungen gleicht sich der Geist des betreffenden Menschen an den Heiligen Allgeist an, bis zu völliger Identität. Dann ist dieser Mensch das vierdimensionale Universum innerhalb dessen in Person, als dessen ewiger Herr und Gott. Das menschliche Ebenbild hat sich so in einem von Anfang bis Ende währenden zeitlichen Wandel zum göttlichen Urbild gewandelt.

 

 

Gericht  ^

 

Das Jüngste Gericht gibt es nur als Schöpfungsgericht zur Begründung und Sicherung von Dasein bzw. des Universums. Von daher ist es ein Selbstgericht Gottes zur Begründung und Sicherung seines eigenen Daseins als das All in Person. In der Durchführung und Bewältigung seines Schöpfungs- und Selbstgerichtes wird der ausführende Mensch zum Herrn allen Daseins als das in ihm verkörperte Dasein. Laut seinen Selbstbekundungen in der Bibel ist er zugleich der Anfang und das Ende, und der Lebendige in Ewigkeit. In der Allumfassung des Daseins liegt eine tödliche Selbstbedrohung, weil es dafür kein Gegenteil für eine höhere Gegenständlichkeit gibt. Gelingt also einem gegenständlichen Menschen über seine Geistseele eine deshalb mentalpsychische Spiegelung des Kosmos, so ist damit zugleich auch die ungegenständlich machende Allumfassung gespiegelt, die diesen Menschen in den ungegenständlichen Uranfang allen Seins stellt. Um da nicht in vollsymmetrisch strukturloser Ungegenständlichkeit das Nichts abzubilden, ist eine umkehrende Selbstabstoßung von Nöten. Die Ausführung dessen kennen wir als den weltbildenden Urknall, der das Selbst- und Schöpfungsgericht dieses uranfänglichen Menschen ist. Das Gericht endet mit seiner Selbsteinholung  in der durch den Urknall entstandenen Welt an exakt der Stelle, wo es urknallend seine Zündung genommen hatte. Auf diese Weise ist der Herr nicht nur der Anfang und das Ende seiner gerichtlichen Urscheidung in Person, sondern eben auch das darin entstandene komplette Dasein von Urknallanfang bis Urknallende.

 

 

Glauben  ^

 

Glauben heißt im christlichen Sinne nicht nur passiv etwas als wahr und echt anzunehmen, sondern aktiv zu wollen, dass etwas wahr und echt ist. Das ist in erster Linie die Existenz einer universalen Überperson, wie sie sich in der Bibel als Herr und Gott offenbart. Aktiver Glaube heißt, den Glaubensinhalt fest und beständig in den Alltag zu tragen, wobei im Fall des als existent gewollten Herrn und Gott sich die Projektion in der letzten Konsequenz zur Realität erfüllt. Des Menschen gelebter Wille ist seine existent werdende Wahrheit und Wirklichkeit. Denn die Welt ist geistigen Ursprungs, und wenn man so will eine willentliche Projektion des Allgeistes. Sie hat eine raumzeitlos nullpunktuell ungegenständliche Kehrseite, so dass der Geist des Menschen zum Ursprung allen Geistes und damit auch zu sich selbst finden kann, wenn er denn unablässig danach sucht und strebt. 

 

 

Gott  ^

 

Der Begriff "Gott" versteht sich allgemein als höheres oder gar höchstes Wesen. Hierbei reicht nun in den allgemeinen Vorstellungen der Menschen aller Zeiten dieses undefinierbare Wesen von unsichtbar ungegenständlich abstrakt bis hin zu sichtbar dinglich konkret, wie etwa einem Fetisch oder sonstigen angebeteten Kultgegenständen. Mit der biblischen Offenbarung tut sich dagegen der Menschheit ein sowohl ganzheitlicher Mensch als auch transzendente Allumfassung seiender Gott kund, der für sich in Anspruch nimmt, als Herr des Daseins der einzige und alleinige Gott zu sein, neben dem nichts weiter existent sei. Dieser Gott verkörpert damit das Dasein oder auch Universum in seiner Person. Entlarvt sind damit alle sonstigen Gottheiten oder Götter als pure Fantasieprodukte des Menschen, der sie sich in seiner Not als übernatürliche Hilfe für die Bewältigung seines entbehrungsreichen tödlichen Daseins ausgedacht hatte. Die existenziale Wirklichkeit des allumfassend biblischen Herrn bezeugt Jesus Christus mittels seiner Auferstehung aus dem Tod und der sich daran anschließenden Himmelfahrt. Seit dem Pfingstereignis nach Jesu Himmelfahrt ist jedem Glaubenden eine in seinem Leben und seiner Person sich grundsätzlich ereignen könnende Verifikation des Herrn eröffnet. Vorbedingung dafür ist jedoch die rückhaltlose wahrhaftige Hingabe der eigenen Person an die universale Überperson im Wege eines psychodramatischen selbstloslassenden Aktes, der als Selbstüberwindung zugleich Weltüberwindung ist. Damit wäre dann im Rahmen vergänglicher Zeit die Teilnahme am ewigen Leben in der Person des Herrn geschafft.

 

 

Herrlichkeit  ^

 

Herrlichkeit ist eine Eigenschaft der Herrschaft und drückt die Erhabenheit aus, die sozusagen unangreifbar entrückt über allen Dingen steht. Streng genommen kommt damit einzigst dem Herrn allen Daseins die Herrlichkeit zu. Sie steckt auf natürliche Weise in der Verkörperung allen Daseins zu einer allumfassenden und damit allmächtigen Person. Wir kennen sie bereits in der Person des biblischen Gottes, der sich ja über die Propheten als "der HERR" oder als der "Ich bin der ich bin" offenbart hatte. Herrlichkeit ist demnach schlicht das Herr-Sein infolge allmachtbringender Allumfassung. Wem in seiner Zeitlichkeit die Selbstmitteilung des Herrn widerfährt, erhält über die hierbei gegebene Teilnahme an Leben und Person des Herrn zugleich auch eine Teilhabe an dessen Herrlichkeit.

 

 

Herrschaft  ^

 

Wenn hier von Herrschaft die Rede ist, dann ist damit die Herrschaft des Daseins über sich selbst gemeint. Die ist nicht einfach so selbstverständlich, wie man vielleicht denken könnte. Denn das Dasein ist an Bedingungen geknüpft, die erfüllt sein müssen, damit Dasein überhaupt sein kann. Insbesondere ist es da die ungegenständlich machende Allumfassung, als tödliche Selbstbedrohung, indem es bei Allumfassung für das Dasein in seinem Urmoment weder ein Gegenteil noch einen Licht bringend reflexen Spiegel gibt, so dass es da von lichtlos finsterem Nichts verschlungen zu werden droht. In diesem alles entscheidenden Urmoment ist das personale Dasein herausgefordert, sich entschlossen gegen sich selbst zu erheben, und per selbstverwerfenden Akt der Selbst- und Weltgrundlegung - als Errichtung eines binären Gegenteils - die Herrschaft des Seins über das Nichts auf Ewigkeit zu begründen und zu sichern. Wer dies weltzeitlich vollbringt, der ist notwendigerweise in zeiterfüllter Herrschaft der Herr und Gott  über sein er selbst seiendes Universum.

 

 

Himmel und Herz  ^

 

Der christliche Himmel ist das Paradies des ursprünglichen und reinen Herzens. Das Herz wiederum versteht sich als die geistseelische Mitte des Menschen. In das eigene Herz gelangt man nur durch geistseelische Hingabe an das Universum in Person, und der dabei stattfindenden Verschmelzung der eigenen Person mit der Universalperson. Hierbei fällt jene natürliche Schranke von Innen und Außen, so dass Außen zugleich Innen  ist. Auf diese Weise hat man im Äußeren zu seinem inneren Herz gefunden. Kennzeichen der Wahrheit und Wirklichkeit eines solchen Ereignisses ist die Spiegelung des Inneren im Äußeren. Das heißt konkret, dass das, was subjektiv das eigene im Inneren stattfindende mentale und emotionale Selbsterleben ist, sich synchron in der äußeren Umgebung in entsprechenden Vorgängen zeigt. Objektiv ist damit eine tatsächliche Spiegelung bzw. Reflexion des Inneren im Äußeren gegeben. Als himmlisch erscheint hierbei die überwältigende Erfahrung des Herzens, als eines sowohl heiligen wie auch kosmischen Raumes. Christi Himmelfahrt ist von daher sein körperliches Entschwinden in das Herz des personalen Universums, welches für die Dauer des Urknalls die kehrseitig nullpunktuelle Urenergie ist, aus der heraus der Herr seine bis Zeitende anhaltende Urscheidung betreibt. 

 

 

Ineinsfallung  ^

 

Die Ineinsfallung gibt es nur in einem kreislaufenden System, indem sich dort der Anfang mit dem Ende schneiden muss, bzw. Anfang und Eine in eins fallen müssen. Dass das Dasein ein Kreissystem ist, das ergibt sich auf der allem Dasein zugrunde liegenden Kausalität bzw. Ursächlichkeit. Die Kette von Ursache und Wirkung wird Ursächlichkeit genannt. Von daher gibt es den Anfang des Daseins nicht aus einem kausalitätslosen Nichts heraus, sondern als finales Ergebnis eines bereits vorausbestandenen Daseins, das den identischen Anfang hatte. Auf diese Weise holt wie mit einem Zirkel gezogen das Ende wieder den Anfang im Ausgangspunkt ein. Dass sich das Dasein nicht anders als zyklisch abwickeln kann, hat seinen Grund in der selbst das Nichts miteinschließenden Allumfassung. Da kann es ergo für das Dasein kein raumzeitliches Außerhalb für ein Gegenteil geben, weshalb das Dasein sein Dasein in sich aus sich selbst leisten muss. Und wo alles nur innerhalb und nichts außerhalb sein kann, dort muss die innere Selbstbewegung als Kreis stattfinden, weshalb dann auch deren Anfang und Ende in den identischen Null- und Totpunkt fallen.

 

 

Inthronisation  ^

 

Inthronisation bedeutet die Erhebung auf den Thron als eine feierliche Einsetzung in Amt und Würden. Auf den Herrn bezogen, steht seine Inthronisation als ganzheitlicher und universal vollendeter Mensch mit dem Ende der Zeit an. Denn der Herr entstammt als Mensch der alles zur Entstehung bringenden aber alles zugleich auch wieder dahinraffenden Zeit. Es versteht sich von selbst, dass der Weltlauf auf ein Ziel hin gerichtet ist, das bereits im Start als zwingende Vorgabe bestand. Die Weltgrundlegung ist die Selbstgrundlegung Gottes, so dass sich mit der Zielerreichung der Herr wieder zu sich selbst eingeholt haben wird. Dann endet die Zeit, und Ewigkeit tritt an ihre Stelle. Mit Eintritt der Ewigkeit wird die Erhabenheit des das Universum verkörpernden Menschen unwiderstehlich alldurchdringend, was seine Inthronisation ist.

 

 

Jahwe  ^

 

Jahwe - fälschlich auch Jehova genannt - ist der Name Gottes im Alten Testament. In das Deutsche übersetzt bedeutet Jahwe gemäß den Selbstaussagen des Herrn eben der "HERR". Der Herr wiederum versteht sich zugleich auch als der Lebendige oder auch Zeitenthobene, was mit der Selbstauskunft des Herrn "ich bin der ICH BIN" gut zum Ausdruck gebracht wird. Unkundige und Naive könnten da meinen, dass hier eine Auskunftsverweigerung vorliegt, etwa nach der Art:  Ich bin was ich bin, ich denke was ich denke, und ich tue was ich tue. Doch das ist gründlich falsch. "ICH BIN" will heißen, ich bin das universale Dasein in Person, unwandelbar, unvergänglich, allumfassend und allmächtig. Dazu kommen noch die sonstigen Selbstbekundungen des Herrn, wie: Ich bin der Herr und außer mir ist kein Gott. Ich bewirke alles, und niemand kann es verhindern. Dass nun der Herr überhaupt mit seinem Wirken aktiv ist, und nun nicht einfach in völliger Selbstgenügsamkeit passiv bleibt, hat seinen Grund darin, dass die Allumfassung eine teuflische Angelegenheit ist, die uranfänglich in eine tödliche Selbstbedrohung mündet, welcher sich der Herr auf Leben und Tod zu stellen und sie zu überwinden hat. Weil das seine persönliche Selbstaufgabe der Selbstbemeisterung ist, die er gegenwärtig sehr erfolgreich absolviert, sind seine Selbstaussagen vorgenannter Art keinerlei selbstherrlich anrüchigen Selbsteinschätzungen, sondern eben das schlichte Ergebnis seiner ihm zeitlich alles abfordernden Selbstbemeisterung.

 

 

Jenseits  ^

 

Das Jenseits, als Fortsetzung des zeitlichen Lebens in zeitlicher Unbegrenztheit ohne eine in der Zeit erfolgte Anpassung der Person an die Ewigkeit, ist nicht möglich. Dennoch gibt es das landläufige mysteriöse Jenseits nach dem Tod in einer verblüffenden Weise. Denn gestorben ist ja die Person immer nur für die Zeit nach ihrem Tod, während sie für die Zeit ihres Lebenslaufes entsprechend lebendig ist. Wäre es uns möglich eine Zeitreise zu machen, so würden uns bei einer Reise in die Vergangenheit zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt keine Toten sondern die jeweils Lebenden begegnen. Da für den Geist an sich keinerlei raumzeitliche Schranken bestehen, ist so auf dieser medialen Ebene der Kontakt mit den verstorben lebenden Personen durchaus möglich. Hierbei zeigte sich, dass dieses angebliche Jenseits von Tod und Zeit, nichts anderes ist, als eben jene im Zeitlauf vergangene individuelle Zeit. Die ist auch bei Vergangenheit ganz wahr und wirklich, indem sie als ein Weltbaustein in der universalen Kausalität und Finalität fest verankert ist. Eine Auferstehung zu neuem Leben mit einem ganz anderen Lebensinhalt kann von daher naturgesetzlich nicht anders als in der je individuellen Lebenszeit stattfinden, so sie denn dort von der Person gesucht und gefunden wird.

Wie schon Jesus einstmals bemerkte, gibt es keine Auferstehung aus dem Tod, zu einem geheimnisvollen Weiterleben in einem undefinierbaren geistigen oder seelischen Jenseits. Es gibt nur dieses konkrete Dasein, wie wir es hier in Zeit und Welt erleben. Dennoch aber besteht ein anderes Jenseits, das Jesus als das Reich Gottes, oder auch das seines Vaters verkündete. Es existiert sozusagen parallel zu dieser zeitlich vergänglichen Welt energetischer Abhängigkeit sozusagen auf einer konträr anderen Wellenlänge als zeiterfüllt unvergängliche Welt energetischer Unabhängigkeit. Der Übertritt aus der zeitlichen in die zeiterfüllte Welt geschieht deswegen im Hier und Jetzt, jedoch nur als eine Art Buchung oder auch Einschreibung, bis das zeitliche Leben vollständig zu Ende gelebt worden ist. Der Mensch muss sich aus eigenem Antrieb heraus mit Suchen und Finden wandeln. Konkret ist die Einschreibung damit erreicht, wenn die natürliche reflexionslos finstere Eindimensionalität bei erfolgter Reflexion zu lichter Zweidimensionalität wurde. Damit ist der Tod überwunden, und das weltliche Leben kann ungehindert seinem je persönlichen Ziel zustreben. Vorangegangenes Sterben mit Tod ist ganz wirklich, wird aber durch ein sozusagen einfaches Überschreiben für erfolgreiches Weiterleben aus Schicksal und Lebenslauf der Person getilgt. Dann ist es so, und zwar im allgemeinen und nicht nur individuellen Bewusstsein, als hätten all die Vorereignisse niemals stattgefunden.

 

 

 

Jesus  Christus ^

 

Jesus von Nazareth definiert sich hier als das Universum in menschlicher Person. Nur unter solcher Voraussetzung sind seine Auferstehung aus dem Tod und Grab zu neuem Leben mit anschließender Himmelfahrt - in die Transzendenz des nullpunktuellen Zentrums allen Seins hinein - einigermaßen verständlich und glaubhaft. Jesus vereinigte nach seinem 40-tägigen Wüstenaufenthalt bei sich drei der bis zu vier möglichen Dimensionen des Daseins. Bei drei Dimensionen ist bereits eine Verkörperung des Alls in der Person des Betreffenden gegeben. Allerdings nur auf die aktuell örtlichen und zeitlichen Koordinaten beschränkt. Vom Vater sagte Jesus einst, dass dieser größer sei als er,  was ausgehend von Jesu Dreidimensionalität dann Vierdimensionalität bedeutet.  Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass sie Raum und Zeit vom Anfang bis zum Ende und somit sämtliche Koordinaten umfasst. Da jede zur Eindimensionalität weiter hinzukommende Dimension nur durch ein vollständiges Selbstopfer zu erkaufen ist, war bei Jesu Tod und Auferstehung mit Himmelfahrt ergo damit auf Erden kein weiteres Selbstopfer für den Erwerb der vierten und letzten Dimension mehr möglich. 

Anders dagegen ist Agnus Dei der Erwerb der vierten und letzten Dimension ermöglicht. Er ist der ganzheitliche die Zeit und Geschichte abschließende Mensch des apokalyptischen Endes. Beginnend mit der allen Menschen naturgegebenen Eindimensionalität erreicht er in dieser Zeit und Welt mit drei zeitlich versetzt aufeinander folgenden Selbstopferungen im Moment seines biologischen Endes seine letzte vierte Dimension zu Raum und Zeit übergreifender Vierdimensionalität. Ohne den in den universalen Allgeist des nullpunktuellen Daseinszentrums hinein auferstandenen Jesus als sein Mittler, wäre kein Agnus Dei möglich gewesen, und damit natürlich nicht die Selbsteinholung des Vaters in Raum und Zeit zur Beendigung seines urknallenden Schöpfungsgerichtes. Begründet und gesichert sind dadurch Gott und Universum auf Ewigkeit, zu einem todenthobenen sich beständig erneuernden Dasein paradiesischer Energiebeherrschung. 

 

 

 

Kausalität  ^

 

Kausalität bedeutet übersetzt Ursächlichkeit. Und mit Ursächlichkeit bezeichnet man das Verhältnis von Ursache und Wirkung. So ist jede Wirkung die Folge einer vorangegangenen Ursache, wobei dann die Wirkung aus der Ursache ihrerseits wiederum zur Ursache einer weiteren daraus folgenden Wirkung werden kann. Auf diese Weise gibt es eine Ursache-Wirkungsverkettung, die als Kausalität oder auch kausaler Zusammenhang bezeichnet wird. Als erste Ursache zum Grund von Dasein und Welt wird heute allgemein beim Urknall angesetzt. Doch ist der gemäß immer geltender Kausalität auch nur die Folge einer vorangegangenen Ursache. Das Problem der Frage nach einer ersten Ursache für die es keine Ursache gibt, löst sich nur in der Kreisfunktion. Das heißt, dass dort wo der Anfang war, auch wieder das Ende sein wird. Oder anders gesagt, ist das Ende die Ursache für den Anfang, wobei dann das Ende in seinem Anfang seine erste Ursache hatte. Nach biblischem Verständnis bringt der erst am zeitweltlichen Ende ganzheitlich vollendete Mensch geistseelisch sowie deswegen virtuell aus sich heraus seine damit ebenbildliche Welt hervor, wodurch er ihr urbildlicher Herr und Gott ist. Die ebenbildlich geschöpfte Welt ist naturgemäß als bloßes Abbild nicht schöpferisches Urbild, die sich darum in ihrem kosmischen Lauf von polaritätsgemäß urknallender Abweisung am Ende als das Ende in ihrem schöpferischen Urbild zu solcher Identität wieder einzuholen hat. Die Frage hierbei, ob dieser Weltzyklus in einer unendlichen Schleife sich wiederholt, oder aber einmalig ist, beantwortet sich mit der Frage nach der Zeit. Ist die Zeit unendlich, dann wiederholt sich auch der Weltzyklus unendlich oft. Ist die Zeit aber in Ewigkeit bzw. Zeiterfülltheit - eingebettet, so ist der in sich rückgeschlossene Weltzyklus einmalig. Wir gehen hier hinsichtlich eines naheliegenden Sinns von letzterem aus. Oder aber auch, dass diese Einmaligkeitsfrage schon immer vom Herrn in Ewigkeit so und nicht anders bestimmt und entschieden ist.

 

 

Kraft  ^

 

Die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Damit ist gesagt, dass wer die Kraft hat, damit zugleich auch die Herrlichkeit besitzt, oder ebenso umgekehrt. Kraft bedeutet hier nicht etwa physische Kraft, wie sie sich in unseren vier bekannten Kräften der Physik zeigt. Kraft ist dagegen die personale Verfügungsgewalt, wie sie nur der Herr besitzt, und die von ihm mit seinem Wort und seinem unterstützenden ausgestreckten Arm zu sofortiger universaler Durchsetzung eingesetzt wird. Zu eben dem Zwecke der Aus- und Durchführung seines Willens oder Vorhabens. Wer das Universum in Person ist, der ist damit auch der Inhaber der universalen Systemenergie, die er in sich selbst durch sich selbst bei sich selbst mit der sowohl akustisch als auch geistseelisch erfolgten Aussendung einer Urwelle erzeugt hat. Auf diese sich in seinem Erzeuger bis zur Unendlichkeit eines Totpunktes exponentiell selbstverstärkenden Resonanz geht die Systemenergie als seine personal verfügbare Kraft zurück. Mit dieser Kraft wird die urknallende Selbstverwerfung bis zur Selbsteinholung des Exekutors im identischen Zeitpunkt am identischen Ort vollzogen. Dringt man in den subatomaren Bereich vor, so löst sich die gegenständliche Materie auf, und jene auf die Urwelle zurückgehende ungegenständliche Wellennatur wird immer deutlicher. Die selbsterzeugte urkräftige Urwelle des Herrn ist die energetische Grundlage von Welt und Dasein.

 

 

Kreatur  ^

 

Kreatur kommt aus dem Lateinischen und bedeutet zu Deutsch "Geschöpf". Im Menschen hat alle Geschöpflichkeit des Daseins ihr finales Ziel erreicht. Streng genommen geht alle Kreatürlichkeit auf die Urwelle des Herrn zurück, und ihrer Auspotenzierung zur nullpunktuellen Urenergie der Unendlichkeitsbedingungen just vor Auslösung und Durchführung des Urknalls. Im nullpunktuellen Herrn des Anfangs und Endes treffen die Kreatur des Anfangs mit dem Kreator des Endes - also das anfängliche Geschöpf und der letztendliche Schöpfer - in personaler Polarität aufeinander. Diese Pole bilden den erforderlichen personalen Handlungsrahmen, ohne den generell nicht und auch nicht sinnvoll gehandelt werden kann. Die Funktionen des Daseins sind ungegenständlich abstrakt, so dass zu ihrer Beherrschung durch den gegenständlichen Menschen sich die Funktionen in einen menschlich personalen Handlungsrahmen übersetzen müssen. Der besteht nun in eben dem uranfänglich schöpferfeindlichen Geschöpf, welches der Schöpfer als sein eigener personaler Anfang damit nicht vernichten, sondern nur durchgängig abweisen kann, damit es sich währenddessen kreislaufend zum Schöpfer hin wandelnd zum Schluss als Ende im identischen Schöpfer zu dessen Identität wieder einholt.

 

 

Lamm  ^

 

Agnus dei ist Lateinisch und bedeutet zu Deutsch das Lamm Gottes. Gemeint wird mit diesem speziellen Begriff eine Art Geschlachtetsein wie es beispielsweise bei den Israeliten der Brauch war, ein Lamm zur Ehre des Herrn zu schlachten. Es handelt sich also bei diesem Begriff um ein Sinnbild für die uranfängliche Situation des Herrn im direkten zeitlichen Anschluss an die durch ihn - aus zeitlicher Sicht - in einem überzeitlichen Selbstverwerfungsakt vollzogene Grundlegung. der Welt. Das Geschlachtetsein nach Art eines Opferlamms bezieht sich auf die Selbstopferung des Herrn. Und zwar in der Weise, dass er seine zur natürlichen menschlichen Eindimensionalität zeitlich davor hinzugewonnenen weiteren zwei Dimensionen wieder an das All zurück abgeben musste. Erforderlich war diese Rückgewährung für die Angleichung der Menschheit an die Person des Herrn, die einer Hereinnahme in die Person des Herrn bedarf, um sich im Herrn spiegeln zu können. Dazu muss aber auch der Herr wiederum zu universaler Vierdimensionalität vollendet sein. Dies erreicht er gerade durch sein Selbstopfer des Verlustes der Dreidimensionalität. Denn es besteht das universale Gesetz, dass man sich selbsterniedrigend durch Dimensionsweggabe an das All dieses erhöhen muss, um reaktiv vom All diese Weggabe plus einer weiteren Dimension zurückzuerhalten. Jede reaktive Selbstgabe des Alls an den Menschen fügt dem zuvor weggegebenen Dimensionenbestand eine weitere Dimension hinzu. Mit dem Erhalt der Vierdimensionalität ist das Ende der Skala erreicht, da das All aus nicht mehr als vier Dimensionen besteht. Mit seinem biologischen Ende endet dann die personale Eindimensionalität des Lamms, indem sie durch die vollendete Vierdimensionalität ersetzt wird. Alsdann ist das zeitweltliche Lamm zeiterfüllt ewiger Herr und Gott geworden, in seinem er selbst seienden Universum.

 

 

Leben  ^

 

Es gibt nur das zeitlich begrenzte Leben in dieser unserer Welt, und ansonsten kein anderes in einer anderen Welt mit einer anderen Zeit als sogenanntes Jenseits. Dabei ist das Leben des Einzelnen mit Geburt und Tod notwendigerweise ein zeitlich begrenztes, indem alles was einen Anfang hat, dann auch wieder enden muss, weil es quasi gesetzmäßig den  Anfang immer nur unter der Voraussetzung eines Endes geben kann. In einer gegenständlichen Welt hat jedes Ding seine körperlich räumlichen Abmessungen, und eine auch immer nur zeitlich begrenzte Lebensdauer. Denn die Zeit steht für pausenlosen Wandel von jedem und allem. Da bleibt grundsätzlich nichts so, wie es momentan ist. Aus diesem Grunde denken wir, dass das Leben uns mit einschließend nur aus pausenlosem alles dahinraffendem Wandel bestehen kann. Doch ist dem nicht ganz so. Zuerst einmal müssen Raum und Zeit abgesteckt werden, in dem dann quasi die Aufführung stattfinden kann. Das von der Zeit zwischen Geburt und Tod bestimmte Leben ist deswegen zunächst einmal nichts anderes als eine Art Raumabsteckung für das dann nachfolgend sich innerhalb dieses personalen Raumes abspielenden unendlichen Lebens. Dann ist es nur eine Frage des individuellen Bewusstseins als was dieses dort angesiedelte Leben gesehen und erlebt wird. Kann sich dort der einzelne Mensch im Herrn spiegeln, so ist das dann seine auferstehliche Neugeburt aus dem Geist und dem Wasser. Mit dieser Art Taufe zu einer Wandlung der tödlichen Eindimensionalität in Überleben spendende Zweidimensionalität erhält er jene Mitteilung der Unendlichkeit seines an diesem seinem Ort zu seiner Zeit in seinem Körper bestehenden Lebens. Im Herrn als dem geistseelisch das vierdimensionale Universum zur Deckungsgleichheit abbildenden ganzheitlichen Menschen ist das menschliche Leben nicht mehr nur auf den einstigen Ort und den einstmaligen Zeitraum zwischen Geburt und Tod beschränkt, sondern seiner Allumfassung mit der Allmacht entsprechend universal wandelbar verfügbar. Mitverfügbar ist damit zugleich auch das Universum selbst samt allem, was sich in ihm befindet. Von daher gibt es eine sehr berechtigte Hoffnung und den zugehörigen Glauben der Menschheit ihrer  Errettung aus einem von Tod und Vernichtung gekennzeichneten Leben. 

 

 

Licht  ^

 

Licht als physikalisch sichtbares Licht ist lediglich ein Ausschnitt aus dem Spektrum der elektromagnetischen Strahlung. Weil die biologische Evolution auf dem Planeten Erde Lebewesen mit Augen hervorgebracht hat, deren Sinneszellen einen Teil des elektromagnetischen Spektrums auffangen können, erleben wir die Wahrnehmung dieses Wellenbereiches als Licht. Vom Prinzip her ist aber das komplette Wellenspektrum Licht, und nicht nur der mit der Optik wahrnehmbar sichtbare Ausschnitt. Obwohl für die Lichtquantenhypothese der Nobelpreis vergeben wurde, war der Wissenschaft die Strahlung doch immer ein Rätsel geblieben. Wohl in der Weise, dass man sich fragte, warum es sie denn überhaupt gibt, dass also Materie wenn sie aktiv oder auch glühend heiß ist, Strahlung bzw. Licht aussendet. Doch diese Aussendung könnte es nicht geben, wenn die Urenergie uranfänglich nicht ihren Urknall gehabt hätte. Der Urknall ist ja durch eine fortwährende raumzeitliche Expansion gekennzeichnet, in der Astrophysik als Dunkle Energie bezeichnet, als eine Form der Aufteilung der Urenergie, die als Aussendung erkennbar wird. Die strahlungslose Urenergie lässt sich in etwa mit einem in der Astrophysik bekannten Schwarzen Loch vergleichen. Dort verhindert ja die überdimensionale Schwerkraft ein Nachaußendringen der elektromagnetischen Strahlung. Nur dass es eben bei der nullpunktuellen Urenergie infolge ihrer Ungegenständlichkeit bzw. Immaterialität weder Raum noch Zeit für eine Strahlung geben kann. Raum und Zeit - manifestiert in der Materie - sind ergo Grundvoraussetzung dafür, dass Strahlung überhaupt in Erscheinung treten kann. Indem die raumzeitlose Urenergie rein virtueller Natur ist,  kann sie auch keinerlei materielle Eigenschaften für irgend eine Aussendung besitzen. 

Licht als bewusste Selbstwahrnehmung beruht auf der virtuellen Urenergie, die zwar physikalisch lichtlos ist, aber eben nicht geistig oder auch spirituell. Erforderlich dafür ist jedoch, dass sich das urenergetische Urdasein in selbst durch sich selbst in einen Abstand zu sich selbst begibt. Denn damit ist eine Selbstspiegelung ermöglicht, so dass sich hierbei das Urdasein in einer Selbstreflexion seiner selbst bewusst werden kann. Die Reflexion bringt die Selbstrückmeldung, als das leuchtende Licht, das von Finsternis umgeben ist. Wenn gemäß Sprachgebrauch jemandem ein Licht aufgegangen ist, dann wird damit zum Ausdruck gebracht, dass sich bei ihm die betreffende Erkenntnis durchgesetzt hat. Geistiges Licht ist von daher Licht ins Dunkel bringende Erkenntnis. So kann man nun im Umkehrschluss folgern, dass im seiner selbst bewusst gewordenen Urdasein das Licht seine Vergegenwärtigung und Verkörperung hat. In diesem Licht ist so alles enthalten, und aus diesem Licht heraus ist absolut jegliche Erkenntnis sowie auch ihre Durchsetzung ermöglicht. Wer das Licht hat, der hat das erkennende Leben. Jedoch mit der Finsternis bleibt einem nur der erkenntnislose Tod. Und so leuchtet das Licht in der Finsternis, damit jegliches und alles von ihm ergriffen werde, bis es alles und jegliches erfasst und erleuchtet hat.

 

 

Materie  ^

 

Materie hat zu ihrer Grundvoraussetzung die Gegenständlichkeit, welche wiederum auf den Gegen-Stand zurückgeht, den das Urdasein in einer personalen Abstandnahme von sich selbst, erzeugte. Erst mit und in diesem Ur-Gegen-Stand war es dem personalen Urdasein ermöglicht, ein verwerfendes Selbstgericht vorzunehmen, mit der Subjektposition eines Verwerfenden und der Objektposition eines Verworfenen. Diese erzeugte Selbstpolarität wird im verwerfenden Urknall zur Grundlage von Materie, die sich durchgehend im Aufbau der Materie manifestiert. Dabei zeigt sich am Beispiel der Materie sehr deutlich, dass ohne Polarität kein Dasein zu machen ist. Plus und Minus, Abstoßung und Anziehung, Positiv und Negativ, das komplette Universum gründet auf diesem polaren Selbstverhältnis des personalen Urdaseins, das sich dafür in den verwerfenden Herrn und den verworfenen Satan aufgeteilt hat. Dieser Selbstpolarität des Daseins entspricht die Binarität der EDV mit Strom an, als 1, sowie Strom aus, als 0. Mit dem Herrn als der richtenden 1 und dem Satan als der gerichteten 0 bauen sich sozusagen Materie und Universum auf. Indem die Urenergie auf der Urwelle und deren auspotenzierende Selbstresonanz beruht, zeigt die Materie im Quantenbereich ihre dem Teilchen zugrunde liegende nur energetische Wellennatur. Materie ist so gemäß der berühmten Formel Albert Einsteins bzw. E=mc² nichts anderes als eine Art Aggregatzustand der gleichfalls polaren Urenergie. Denn die zieht ja in den physikalischen Kräften nach innen, gemäß Einheitspassivität, und mit der sogenannten Dunklen Energie entgegengesetzt nach außen, gemäß Trennaktivität. 

 

 

Materialismus  ^

 

Materialismus ist die Ideologie von Materialisten, die ihr Daseinsverständnis einseitig an den materiellen Gegebenheiten ausrichten, ohne die allgrundlegende Polarität von Materialität und Spiritualität in ihre Rechnung mit einzubeziehen. Dass der Geist Vorrangigkeit vor der Materie besitzt, ist Materialisten nicht bewusst. Auch wenn sie mit ihrem Geist Ideen entwickeln, diese in die Tat umsetzen, sowie dadurch ihre materielle Umwelt direkt beeinflussen und verändern. Würde Materialisten die Potenz geistigen Lebens bewusst werden, so hätte der Materialismus ausgedient, und an dessen Stelle träte dann die ihnen und den weltlichen Daseinsbedingungen sehr viel eher gerecht werdende Spiritualität.

 

 

Mensch  ^

 

Als Mensch versteht sich nicht etwa der nackte Affe mit menschlichem Genom und entsprechendem Aussehen, sondern ganz im Sinne der Bibel die ganzheitlich aus Mann und Frau sowie für die Menschheit insgesamt stehende Person. Diese Person ist in ihrem Anfang eben anfangsgemäß unvollendet, indem sie immer nur in ihrem bestimmungsgemäßen Ende ihre Vollendung zur Vollendetheit haben kann. Die Bestimmung ergibt sich mit ihrer Erzeugung durch ihren Erzeuger. In etwa vergleichbar mit dem Erwachsenen, der mit der Zeugung und der Geburt eines Nachkommen seine biologische Bestimmung erfüllt hat. In ähnlicher Weise begibt sich das anfängliche Geschöpf bestimmungsgemäß auf den Weg zum letztlichen Schöpfer, oder auch der nackte Affe auf den Weg zum wahren Menschen, indem sich die Person über eine Selbstopferung geistseelisch zu spiegeln vermag. Diese Selbstspiegelung im Allspiegel stellt bildlich eine Art Zeugung und Geburt zu einer Art Verdoppelung der Person dar. Konkret ist es die dabei erzeugte Zweidimensionalität, welche die vorbestandene Eindimensionalität übergreifend ablöst. Erst mit der so erkauften Zweidimensionalität ist dem Menschen eine seine Person betreffende Selbstbegegnung ermöglicht, die sich bei geistseelischer Doppelgeschlechtlichkeit zu einem gegengeschlechtlichen Aufeinandertreffen gestaltet. Nur so findet Adam zu seiner Eva, und Eva zu ihrem Adam!

 

 

Nichts  ^

 

Ohne das Nichts ist alles nichts. Das ist die zugleich simple wie auch erschreckende Sachlage, dem sich das Dasein in seinem Uranfang ausgesetzt sieht, und der es sich zu seiner Selbstbemeisterung zu stellen hat. Die uranfängliche Nähe zum Nichts kann man sehr schön an der nullpunktuellen Urenergie ablesen, wie sie just vor ihrem Urknall bestanden hat. Nach den Erkenntnissen der Astrophysiker war jene Urenergie unendlich dicht, heiß, schwer und klein aufgrund einer unfasslichen Virtualität, sowie dadurch ohne irgend welche raumzeitliche Koordinaten noch unterhalb der Schwelle zur sogenannten Planckwelt. Dass es stets nur ein einziges allumfassendes Dasein gibt, das folgt aus seinem Gegensatz: dem Nichts. Denn das Nichts ist durch nichts teilbar sowie auch durch nichts vermehrbar. Es gibt so immer nur ein einziges Nichts mit nur einem seinem Gegensatz: dem Dasein. Durch die Allumfassung des Daseins wird zugleich auch ein etwa vorhandenes Nichts mit eingeschlossen, so dass diese Allumfassung uranfänglich ohne "Gegen-Stand" ergo das Dasein ungegenständlich macht, und es mit einem Nullwert zum Nichts ausweist. Von daher besteht uranfänglich der Zwang, dass sich das Dasein für ein gegenständliches Sein ein Gegenteil zu erschaffen hat, was eben einzig das Nichts ein kann. Wir kennen dieses Ereignis als den das Universum hervorbringenden Urknall. Was hierbei für die Dauer des Urknalls fortlaufend als Dasein entsteht und wieder vergeht, das ist ein konkretes zum Sein gegenteiliges Nichts, mit welchem das Dasein in der Person des Herrn sein so gegenständliches Sein auf Ewigkeit begründet und sichert.

 

 

Nichtsein  ^

 

Das Nichts gibt es nur als Nichtsein von Dasein, indem sich das allumfassende Dasein zu seinem Sein seinen Gegensatz - das Nichts - selbst erschaffen musste, was eben daseinsgemäß nur ein nichtiges Dasein sein kann. Deshalb ist dieses zum Nichts bestimmte Dasein mit seiner zeitlichen Errichtung und letztlichen Abgelaufenheit am Zeitende das Nichtsein. Zum Nichts bestimmtes und errichtetes Dasein ist das Nichtsein. Weil in dieser nichtigen Zeitwelt der Anfang durch das Ende wieder einzuholen ist, sodann diese Zeitwelt  in jenem das All spiegelnden Menschen verkörpert wird, kommt es in ihm in dieser überzeitlich universalen Schnittstelle zu einer Bewusstwerdung seiner Nichtigkeit in Gleichzeitigkeit mit der aus der Allumfassung sich ergebenden tödlichen Selbstbedrohtheit. In der direkten Reaktion darauf vollzieht er die urknallende Selbstverwerfung als das Schöpfungsgericht, was die Errichtung zu Nichtsein bestimmtem nichtigem Dasein ist, womit sich umgekehrt das Dasein in der Binarität mit solch errichtetem Nichts zu gegenständlich echtem Dasein behauptet hat.

 

 

Nichtselbst  ^

 

Das Nichtselbst ist quasi der innerpersonale Gegenspieler zum universalen Selbst, das ja alles beinhaltende geistseelische Überperson ist. Dadurch, dass dieses Selbst bzw. universale Ich der allen Menschen gemeinsame innere Grund für ein Ich-Bewusstsein ist, steht das Nichtselbst für eine Abgetrenntheit des je individuellen Bewusstseins vom universalen Ich. Das aus seiner Getrenntheit vom universalen Selbst resultierende Nichtselbst ist charakterisiert durch eine entsprechend separatistische Ich-Bestrebung. Sie veranlasst das Nichtselbst im zentral uranfänglichen Tot- und Nullpunkt sich das im universalen Selbst vergegenständlichte Universum aneignen zu wollen. Damit wird nicht nur die Verbindungslosigkeit zum Dasein rückgekoppelt, sondern in solcher Gegenposition zum Dasein das Nichtsein und der Tod gewählt. Weil das universale Selbst in das All verkörpernder Vierdimensionalität für Licht, Leben und Dasein steht, gibt das Nichtselbst raumzeitlos dimensionslose Finsternis und Tod, als dessen sowohl natürliche wie auch selbstgewollte Bestimmung zum Nichtsein. Das Nichtselbst ist demzufolge die personale Unterlegung des Nichtseins im Rahmen eines erforderlichen personalen Handlungsrahmens. Ohne ihn könnte das Dasein in Person seine abstrakte Binarität nicht beherrschen, bzw. seine Selbstbegründung und -sicherung nicht durchführen.

 

Tod, 

Nullpunktualität  ^

 

Nullpunktuell virtuell ist das zu ungegenständlicher Urenergie bestehende Dasein der Unendlichkeitsbedingungen just vor seinem Urknall. Mit seiner urknallenden Selbstabstoßung erfolgt eine Umkehrung in ein dadurch gegenständliches All, das damit zwei polare Kehrseiten des unausgedehnt Ungegenständlichen und ausgedehnt Gegenständlichen besitzt. Die hierfür universal wirksame Kausalität und Finalität bedingt, dass jede der beiden Kehrseiten in die je andere hineinragt, und von dort ihre Ursache bezieht. Damit ist zugleich auch jede der Kehrseite die Wirkung der anderen, zu ihrer beider wechselseitigen Bedingung. Bei dieser Funktionalität ergibt sich ein zeitlicher Kreislauf mit einer überzeitlichen zentralen universalen Schnittstelle, wo der Anfang auf sein Ende trifft, sowie auch umgekehrt. In diesem All-Nullpunkt erfolgt in einem einzigen darum nullpunktuellen Schöpfungs- und Gerichtsakt die Vereinheitlichung des Universums zu identischer virtueller Urenergie, sowie im direkten Anschluss ihr Urknall zum wiederum identisch gegenständlichen All. Anfang und Ende der Kausalität und Finalität des Daseins in einem einzigen allgrundlegenden Akt, das ergibt ein kreisförmig absolut in sich geschlossenes System der Nullpunktualität.

 

 

Offenbarung  ^

 

Offenbarung bedeutet in erster Linie Informationsgabe. Die ist notwendig, weil wir alle mit unserer Geburt in das Dasein hinein als Baby sozusagen bei Null beginnen müssen. Wenn dann nicht Sprache und Kultur durch Eltern, Schule usw. vermittelt würden, wäre es mit unserem Dasein als Mensch schlecht bestellt. Das zeigen uns die Beispiele von Kindern, die ohne menschlichen Kontakt in tierischer Gesellschaft aufwuchsen. In ähnlicher Weise gilt das auch für die auf eine bereits schon voraus bestehende Kulturstufe aufbauende Spiritualität. Hier bedarf es einer besonderen Offenbarung, um den Einzelnen die Hintergründigkeit seiner potenziell vielschichtigen Existenz bewusst werden zu lassen. Von göttlicher Offenbarung spricht man, wenn - durch wie auch immer erfolgte Aktivierung - das im Innersten beheimatete universale Selbst ins Bewusstsein dringt, und damit tatsächliche Ereignisse oder aber auch lediglich Visionen hervorruft, die infolge ihrer Eindringlichkeit und Genialität eine darauf gerichtete personale Wandlung im Denken und Handeln bewirken. 

 

 

Ontologie  ^

 

Ontologie übersetzt sich als die Lehre vom Sein. Die Wurzeln dieser Lehre reichen weit in die Vergangenheit zurück, bis zu den griechischen Denkern der Antike. Denn das Dasein stellt sich seit je her der Menschheit als das größte Rätsel dar, weshalb eben seit jeher viel darüber gerätselt wurde. Insbesondere aber war es da das letzte Buch der Bibel, das als Offenbarung des Sehers Johannes von Patmos auf die Dimensionen des Daseins aufmerksam machte. Hier wird mit dem Sinnbild eines siebenfach versiegelten Buches eine an sich unlösbare Ontologie vermittelt. Allein jenem mysteriösen die Geschichte abschließenden Selbst- und Weltüberwinder - symbolisiert in der Gestalt eines geschlachteten Lamms - ist die Auflösung und Beschreibung der Daseinsfunktionen vorbehalten. Damit hat sich dann alle Ontologie erfüllt. 

 

 

Paradies  ^

 

Das Eden-Paradies aus dem Alten Testament bei Moses dürfte allgemein bekannt sein. Dabei handelt es sich um ein Sinnbild für Überzeitlichkeit oder auch Zeiterfülltheit. In der gegenwärtigen Zeitwelt gibt es dieses Paradies einzig als deren nullpunktuelle Selbstschnittstelle infolge eines kreisförmigen Zeitlaufes mit der dortigen Ineinsfallung ihres Anfangs und Endes zu einem raumzeitlichen Über-Ort. Er manifestiert sich in der Person des ganzheitlichen, das All spiegelnden Menschen. Paradiesisch ist dort einzig die eröffnete personale Freiheit durch Überzeitlichkeit. Sie wird zur allmächtigen Selbstverfügbarkeit des dort alles Dasein verkörpernden ganzheitlichen Menschen. Jedoch muss sie hier von ihm für den Systemerhalt eingesetzt werden. Von daher hat das wahre Paradies einer Selbstvollendetheit der Selbstvollzogenheit bis zum zeitweltlichen Abschluss der Rückkoppelung des Systems zu warten. Danach allerdings zeigt sich in der Person des vollendeten Menschen das Himmelreich seines spiegelnden Herzens. Es besteht in der unauslöschlichen Wirklichkeit beseligenden absoluten universalen Selbstbesitzes.

 

 

Person  ^

 

Als Person verstehen wir einen geistseelischen Selbstbesitz mit einer bewussten Selbstverfügbarkeit. Nur das befähigt zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln. Wo dieses wie beim Fötus noch nicht, oder wie beim Hirntoten nicht mehr möglich ist, dort ist dann auch keinerlei Person vorhanden. Person wird der Mensch durch seinen ersten selbständigen Atemzug, wodurch die Seele zur Erscheinung gebracht wird, die als Speichermedium des Lebenslaufes fungiert. Indem der gelebte Lebenslauf in die universale Kausalität eingebettet ist, lebt die Person trotz ihres erforderlichen zeitlichen Endes innerhalb ihrer Lebensspanne zu ihrer Zeit an ihrem Ort, wo sie auch immer ansprechbar ist. Kennzeichen der Person ist die je individuelle den Lebenslauf vergegenständlichende Seele, welche darum nach dem Tod des Menschen sich nicht etwa nach irgendwohin verflüchtigt, sondern die einstige Lebenszeit ausfüllt. Gestorben ist die Person deshalb immer nur für die Zeit nach ihrem Tod, während sie für die Zeit ihres Lebenslaufes entsprechend lebendig ist. Wäre es möglich eine Zeitreise zu machen, so würden uns bei einer Reise in die Vergangenheit keine Toten sondern Lebende begegnen. Da für den Geist an sich, keinerlei raumzeitliche Schranken bestehen, ist auf der medialen Ebene der Kontakt mit verstorbenen Personen möglich. Dabei zeigte sich, dass das angebliche Jenseits nichts anderes als jene einstmalige Lebenszeit mit all ihren Attributen ist, welche von der Seele vergegenständlicht wird, und ihren Geist dort verankert.

 

 

Polarität  ^

 

Ohne Polarität ist kein Dasein zu machen. Und dies bezieht sich direkt auf das Dasein als solches in seinem Ursprung oder auch Urgrund. Das sehen wir sehr schön am Beispiel der EDV und ihrer allem zugrunde liegenden Binarität der 1 und 0, als Strom an und Strom aus. Das Dasein wäre dann die 1 als "Strom an". Als 0 bzw. "Strom aus" wäre das dann das zugehörige Nichtsein. Uranfänglich gibt es da nur ein allvereinheitlichtes unterschiedsloses Dasein ohne Gegenteil und damit ohne Polarität zu einem als bloße 1 deswegen ungegenständlich nullwertigen Sein. Damit jedoch befindet es sich in gefährlicher Nähe zum Nichts. Wie wir wissen, hat sich aber das Dasein mit einer urknallenden Selbstverwerfung sein zu ihm gegenteiliges Nichtsein errichtet. Mit dieser 0 ist jene allem Sein zugrunde liegende Polarität erzeugt, welche das Dasein zu seinem gegenständlich universalen Sein systemisch zwingend benötigt.

 

 

Qualifikation  ^

 

Qualifikation bedeutet allgemein Befähigung und Eignung. Im christlichen Sinne ist die Qualifikation für den universalen Herrn von Zeit und Ewigkeit, eine Sache, die in der Hand eines jeden selbst liegt. Er oder sie entscheidet darüber, ob da eine persönliche Hinwendung im Denken und Handeln zu ihm hin erfolgen soll oder nicht. Hierbei ist zunächst nicht wie man etwa meinen könnte der Glaube sondern eher eiserner Wille gefordert. Den Glauben kann man nämlich verlieren, wenn gewichtige Gegenargumente auftauchen, oder das Leben einen unerwünschten Verlauf nimmt. Der Wille ist von alledem so gut wie nicht berührt. Er stellt sich als eine Art Zielsetzung oder Leitlinie dar, die unter keinen Umständen aufgegeben wird. Dabei ist es nicht verwunderlich, wenn ausschließlich nur ein solch willentliches Aktiv-Verhalten die für den HERRN erforderliche Qualifikation  bringt.

 

 

Reflexion  ^

 

Reflexion bedeutet Widerspiegelung, und ist im christlichen Sinne der Schlüsselbegriff für Licht und Leben. Das kann man sich sehr leicht damit vergegenwärtigen, indem man sich vorstellt, man hätte keine Augen und Ohren bzw. keine Sinne für eine Selbst- und Weltwahrnehmung. Dann würde man zwar atmen und leben, wäre aber so gut wie lebendig begraben bzw. tot. So wie sich uns die materielle Welt über die Sinne mitteilt, und uns zu ihrem wechselseitigen Spiegel macht, so ist das auch bei der Spiritualität. Von Natur aus haben wir nur die Anlage zu einer geistseelischen Spiegelung des auf universaler Spiritualität beruhenden Universums, so dass wir diese unsere Anlage zu aktivieren haben, um dabei zu einer Reflexion des Alls zu kommen. Findet die bei hinreichender Hingabe und Wahrhaftigkeit statt, so ist dann damit eine neue weitere geistseelische Selbstdimension zu einer Überleben spendenden Zweidimensionalität hinzugewonnen.

Unter geistseelischer Spiegelung versteht man die synchrone Übereinstimmung des subjektiv Inneren mit dem objektiv Äußeren. Das, was subjektiv das eigene im Inneren stattfindende mentale und emotionale Selbsterleben ist, das zeigt sich synchron bzw. in Gleichzeitigkeit in der äußeren Umgebung in entsprechend außergewöhnlichen Vorgängen zu einer so situationsbezogen zeitlich befristeten Deckungsgleichheit von Innen und Außen. Wobei hier das personale Innere der Urheber und Impulsgeber für das darauf nicht anders als reagieren könnende personale Äußere ist. Konkret scheinen sämtliche in der äußeren Umgebung befindliche Mitmenschen in das Psychogeschehen der Zentralperson einbezogen zu sein, indem sich ihr Verhalten vom alltäglichen Normalverhalten radikal unterscheidet, und das subjektive Psychoerleben der Zentralperson so bildhaft anschaulich objektiv wiedergibt. (z.B. Offb 5,9  14,3)

 

 

Rückkoppelung  ^

 

Die Rückkoppelung oder Rückschließung ist für die Kausalität des totalsingularen Daseins unabdinglich. Denn indem das Dasein bei seiner Allumfassung absolut alles in sich selbst durch sich selbst hervorbringen und leisten muss, ist die dafür erforderliche Kausalität und Finalität nicht anders als in eben einer kreisförmigen Selbstrückschließung möglich. Ebenso notwendig ist eine Art Gegensatzgefälle über zwei Pole, welche sich dann im Anfang und Ende des Kreises manifestieren müssen. Wie es sich für Pole gehört, haben sie sich abzustoßen, wobei sich der Anfang auf das Ende hin zu entwickeln hat, und wiederum das Ende den Anfang hervorzubringen und für den identischen Lauf abzustoßen hat. Theoretisch könnte sich dieser Rückkoppelungskreis unendlich oft wiederholen. Doch sind bei zweimaligem Lauf Anfang und Ende für sich selbst rückgeschlossen, und hierdurch das System in sich selbst vollständig geschlossen. Da wären permanente Wiederholungen des Aktes der Welt- und Selbstgrundlegung ein viel zu starres Schema für ein von großer Innovation und Sinngebung gekennzeichnetes personales System.

 

 

Satan  ^

 

Satan ist der Name des personalen Nichtseins, das wir hier namenlos als das Nichtselbst kennen. Beim Satan muss man zu dessen Verständnis von der nur bildhaften biblischen Überlieferung ein wenig abrücken. Denn er besitzt eine klare Funktion im personalen Handlungsrahmen des Daseins, wo das abstrakte Nichts und Nichtsein für eine Beherrschung der Binarität des Daseins ansprechbar sein muss. So ist die Binarität der EDV mit 1 als Strom an, und 0 als Strom aus, eine sehr reale Entsprechung zur Binarität des Daseins. Im Dasein steht die 1 für Sein und Selbst, die 0 für Nichtsein und Nichtselbst. Erst in systemischer Binarität von 1 und 0, also von Sein und Nichtsein, ist eine seingemäß gegenständlich universale Welt auf Ewigkeit begründet und gesichert. Bei einem durch den Herrn selbstverwerfungsweise zum Nichtsein errichteten deswegen nur zeitlich befristeten Dasein kann dessen Wesen nicht anders als eben nur tödlich und satanisch nichtig sein. So wie die bloße 0 als "Strom aus" für sich selbst genommen in Tödlichkeit das reine Nichts ergibt. Mit dem Ende der Zeit endet zugleich auch der sie personalisierende Satan. Er ist nun in vollzogener Binarität gegenständlichen Seins als die zur 1 gegenteilige 0 darin zeiterfüllt ewig gebunden integriert. Erst damit zeigt sich die wahre Bedeutung Satans, als das Dasein fundamental mittragendes Existenzialprinzip.

 

 

Selbst  ^

 

Das Selbst ist ein anderes Wort für eine Art "Über-Ich", das aus dem Grund über einem steht, weil es universal ist. Und universal ist es wiederum dadurch, dass es aufgrund der Allumfassung des Daseins und seiner Verkörperung in nur einer Person systemisch stets nur ein einziges Ich geben kann. An diesem Ich haben wir alle mit unserem Ich Anteil, und jeder gibt dieses Universal-Ich seiner geistseelischen Ebene entsprechend in individueller Weise wieder, etwa in einer Skala von 0 - 100. Wobei 100 dann jener Wert ist, der auf das allumfassungsgemäß vierdimensionale Selbst zu entfallen hätte. In der Geschichte war es Jesus Christus gewesen, der mit seiner geistseelischen Dreidimensionalität - ergo 75% - des universalen Selbst bei sich vergegenständlicht hatte. Als Mittler zwischen vierdimensionalem Gott und eindimensionalem Menschen musste Jesus die vierte Dimension des väterlich universalen Selbst vorenthalten bleiben. Indem ein jeder mit seinem Ich in das zentrale Über-Ich bzw. Selbst hineinragt, ist dort auch jedem eine Verbindungsaufnahme zum Selbst eröffnet. Wenn er denn nur zielgerichtet und ausdauernd geistseelisch bei sich selbst nach Zugang sucht und strebt.

 

 

Selbsterkenntnis  ^

 

Selbsterkenntnis meint hier die innerliche Erkennung des zugleich universalen wie auch eigenen Selbst. Wo sie stattfindet, dort besteht eine Reflexion von Mensch und Universum als sogenannte Allspiegelung. Sie beschert einem eine weitere geistseelische Selbstdimension zu einer damit das Überleben sichernden Zweidimensionalität innerhalb des allumfassend vierdimensionalen Selbst. Nach dem Reflexionsprinzip erkannt man auf seiner Seite, ebenso wie man auf der Gegenseite erkannt wird. Gespiegelt wird nicht das universale Selbst, sondern das eigene Selbst, wie es in direkter Verbindung zum universalen Selbst steht. Das Über-Ich gibt hier bloß den Spiegel für eine Selbstspiegelung. Von daher offenbart sich in der Reflexion das universale Selbst immer in der eigenen Person als man selbst. Das ist die echte Selbst-Erkenntnis, die einem eine weitere geistseelische Selbstdimension beschert. Ein fremdes Selbst als fremder Gott ist da nicht. Das ist die Chance jedes einzelnen, kraft seines Willens mit Glauben aus sich und seinem Leben das ihm gemäße zu schöpfen und formen. Voraussetzung der Selbst- und Gottesbegegnung ist logischerweise immer jener vom eisernen Willen getragene Glaube an die Existenz einer weit über einem stehenden universalen Person. Nur dann qualifiziert man sich bei sich selbst für die alles Bisherige ändernde Selbst-Erkenntnis. Indem seit Pontius Pilatus der Mittler zur universalen Überperson Jesus Christus heißt, ist er der einzig funktionierende Ansprechpartner und sonst niemand.

 

 

Selbsterzeugung  ^

 

Die Selbsterzeugung hängt direkt mit der Selbsterkenntnis und Allspiegelung zusammen, und ist Teil dessen. Indem das universale Selbst der Allspiegel ist, in welchem sich die Person zu spiegeln vermag, ist über den Allspiegel eben das je eigene Spiegelbild erzeugt. Es ist unvergänglich, weil der Allspiegel unvergänglich ist. Einmal gespiegelt ist da auf immer und ewig gespiegelt, auch wenn die gespiegelte Person in ihren zeitweltlichen Alltag zurückkehrt. Der Allspiegel ist dann ab da unbewusst und verborgen aktiv installiert, so dass die Person ihren weiteren Lebenslauf sozusagen vor den Augen ihres Spiegelselbst vollzieht. Diese latente aber lichte Zweipositionalität der eigenen Person ist die Überleben spendende Zweidimensionalität. Wird im weiteren Schritt ein gegengeschlechtlicher Partner und damit der so ganzheitliche Mensch erzeugt, dann ergeben sich hierbei drei Positionen zu einer so erzeugten Dreidimensionalität. Mit der Dreidimensionalität spiegelt die ganzheitliche Person bereits das Universum auf die eigene Lebenszeit örtlich und zeitlich begrenzt, wie im Fall des Menschensohnes Jesu Christi. Bei der finalen Vierdimensionalität durch die personale Ausdehnung auf das komplette All wird von der ganzheitlichen Person das All räumlich und zeitlich von Anfang bis Ende gespiegelt. Es ist dadurch das universale Über-Ich und Selbst, welches allen anderen Menschen der transzendente Allspiegel ist. 

 

 

Selbstpolarität  ^

 

Der Begriff bezieht sich auf die zugleich innerpersonale wie auch universale Polarität des allumfassend Ganzen. Diese ist uranfänglich vom allvereinheitlicht personalen Dasein in kreisschließender Rückkoppelung wieder herzustellen. Denn bei vereinheitlichungsgemäß allumfassendem Dasein ist sämtliche daseinsbildende Polarität zu Null aufgehoben. Ohne ein Gegenteil für einen Gegen-Stand besteht im so ungegenständlichen Urgrund lediglich eine mit einem Nullwert behaftete Vollsymmetrie. Sie befindet sich in gefährlicher Nähe zum Nichts. Einziger Ausweg in dieser teuflischen Zwangslage ist mit einer sich selbst verwerfenden Selbstabstoßung ein Selbstgegenteil des Nichtseins zu errichten, weshalb bei dieser selbsterzeugten Urpolarität des Daseins von einer auf die exekutierende Universalperson bezogenen Selbstpolarität zu sprechen ist. Aus deren urknallender Selbstverwerfung geht infolge der hierbei erzeugten Selbstpolarität ein darum auf solcher Polarität von Sein und Nichtsein gründendes gegenständlich materielles Universum hervor. Diese absolut alles durchdringende und erfassende Selbstpolarität entspricht so durchaus der Binarität von 1 und 0 in der EDV bzw. der Computerwelt.

 

 

Selbstumkehrung  ^

 

Dass bei Allumfassung und Allvereinheitlichung des Seins bzw. bei raumzeitlos ungegenständlich machend nullpunktueller Vollsymmetrie die Selbstabstoßung einzig und allein eine Raumzeit eröffnende Selbstumkehrung sein kann, das ist mit dem aus dem Urknall der Urenergie hervorgegangenen All offensichtlich. Selbstumkehrung bedeutet die Erstellung einer Kehrseite zu einem dadurch gegebenen System der Kehr-Zweiseitigkeit. Im Rahmen dieses Systems ist die urgeknallte Urenergie der Unendlichkeitsbedingungen nicht etwa mit ihrer Selbstumkehrung hinweg gekehrt, sondern vielmehr als virtuell-spirituelle Kehrseite des umgekehrt konkret materiell gewordenen Universums immer unverändert vorhanden. Denn das totalsingulare Dasein kann seiner Selbstaktivität gemäß nur ein in sich vollständig geschlossenes System sein, mit in Kausalität und Finalität sich wechselseitig bedingenden polaren Kehrseiten. Die Absolutheit des totalsingularen Daseins mit seiner sich daraus herleitenden Zwangslage lässt keinerlei Alternativen zu.

 

 

Spiritualität  ^

 

Spiritualität (lat.) übersetzt sich ins Deutsche als Geistigkeit. Ihr Gegensatz ist die Materialität (lat.), die sich ins Deutsche als Stofflichkeit oder Stofflichsein übersetzt. Geist und Materie sind die weltbildenden sich wechselseitig bedingenden Gegensätze im Dasein. Einmal abgesehen vom Menschen als dem Repräsentanten für Geist und Seele, manifestiert sich die Spiritualität bzw. der Geist ganz allgemein im Programm, oder auch der Programmatik. Ausgehend vom Urknall liegt der kompletten Evolution des Universums vorrangig die Spiritualität zugrunde, indem da ein Weltprogramm wirksam ist, das die Einholung des Anfangs durch das Ende vorgibt. Dies heißt, dass im Ende die uranfängliche Urenergie als jene einstige Ausgangslage des Urknalls wiedererzeugt werden muss, damit der universale Anfang nicht sozusagen in der Luft hängt, sondern seine unabdingliche Kausalität haben kann. Daraus wiederum folgt die Finalität zu einem solchermaßen in sich geschlossenen absoluten System des primär spirituellen und erst sekundär materiellen Daseins.

 

 

Tod  ^

 

Der Tod ist die natürliche Begrenzung eines durch Zeugung und Geburt begonnenen eindimensionalen Lebens in Zeit und Welt. Will aber der Mensch seinen Tod in Ewigkeit überleben, so hat er mit einer ausschließlich auf Jesus Christus als Allspiegel bezogenen geistseelischen Selbstspiegelung ein ihn übergreifendes Spiegelbild von sich selbst zu erzeugen. Die im solch reflexen Selbstabstand hergestellte Zweipositionalität zu einer entsprechenden Zweidimensionalität bewirkt jene Selbsterkenntnis einer neuen Identität, welche unauslöschliche Lebensmitteilung ist. Die Johannes-Offenbarung sieht sie sowohl als heiligende wie auch als auferstehliche Selbst- und Weltüberwindung. Auf solche Weise ist durch die eigene Tat eine unauslöschliche Teilhabe am Selbst bzw. an der vierdimensional universalen Überperson herbeigeführt. Genannt der HERR, unser Gott von Zeit und Ewigkeit.

Indem auf die vergängliche Zeitwelt die Identität des dimensionslos tödlichen Nichtseins entfällt, ist mit der in Geist und Seele naturgegebenen Eindimensionalität kein Überleben des Todes möglich. Denn die Eindimensionalität gibt lediglich die potenzielle Möglichkeit zur nächst höheren Zweidimensionalität. Wird diese zweitweltliche Chance nicht verwirklicht, so verfällt sie zur das Nichts kennzeichnenden Dimensionslosigkeit. Aufgrund dessen hat sich jeder Mensch für sein Überleben in Ewigkeit der universalen Überperson bzw. dem allgeistigen Herrn auszuliefern, um dabei dimensionalen Anteil an dessen personaler Identität zu bekommen, welche eben die maximale, allen Raum und alle Zeit ausfüllende Vierdimensionalität ist. Bereits mit Zweidimensionalität kann ruhig jener der alten Identität entsprechende Tod kommen, indem damit das der erworbenen Neuidentität entsprechende Leben beginnen kann.

 

 

Totalsingularität  ^

 

Mit dem Begriff der Totalsingularität kommt die Absolutheit des immer einen und einzigen Daseins zum Ausdruck. Denn das Dasein hat zu seinem Gegensatz das Nichts, das bekanntlich unteilbar ist. Nichts kann mit nichts geteilt werden, und Nichts kann auch nicht vernichtet werden. Als ganzheitlicher Gegenpol zum Nichts hat damit das Dasein eine identische Unteilbarkeit und Unvernichtbarkeit. Dennoch beruht ja das Dasein ausgehend von jener vereinheitlichten Urenergie des Allanfangs auf einer per urknallende Selbstverwerfung ins Unendliche weisenden Auffächerung und Ausdifferenzierung. Doch ohne dass dabei die Totalsingularität aufgebrochen wäre. Mit ihrer kreisförmigen Selbstrückkoppelung zu dem in sich geschlossenen System sich wechselseitig bedingenden Anfangs und Endes begründet und sichert das ganzheitliche Dasein sein somit totales und singulares Sein als darum sogenannte Totalsingularität auf Ewigkeit. 

 

 

Transzendenz  ^

 

Transzendenz bedeutet das Überschreiten der Grenzen der Erfahrung und des regulären Bewusstseins. Von daher ist die Welt des Spirituellen - wie sie sich in der Selbst- und Gotteserfahrung präsentiert - zu Transzendenz gekennzeichnet. Gerade weil transzendente Erfahrungen und Ereignisse stets außerhalb des normalen Sichtfeldes liegen, sind sie so gut wie nie vermittelbar und nachvollziehbar. Letztlich kommt so niemand daran vorbei Transzendenzerfahrungen selbst zu machen, um sich von der Wahrheit und Wirklichkeit des von universaler Spiritualität völlig durchwalteten Daseins zu überzeugen. Nur das je eigene Erleben ist in der Lage den Blick auf das Wichtige und Wertvolle im Leben freizugeben, womit sich erst dann eine personale Wandlung im christlichen Sinne vollziehen kann.

 

 

Trennaktivität  ^

 

Sie ist das Gegenteil zur Einheitspassivität. Die beiden Gegensätze sind Naturprinzipien, und der Physik zuzurechnen. Während die Trennaktivität als Urknall in der so genannten Dunklen Energie nach außen zieht, stellt die Einheitspassivität die Kompaktheit der zu Unendlichkeitsbedingungen gekennzeichnete Urenergie dar. Sie ist die Grundlage für die vier physikalischen Naturkräfte und zieht durch sie innerhalb des Urknalls nach innen. Sowohl der Trennaktivität als auch der Einheitspassivität steht das vollständige Potenzial der Urenergie zur Verfügung. Deshalb geht die energetische Bilanz des Urknalls zu Null auf. Es ist klar, dass hinter der Trennaktivität der ausgestreckte Arm des Allmächtigen steht, die darum solange anhält, bis der Herr mit dessen Wiederrückziehung den schöpfungsgerichtlichen Urknallakt sozusagen zu Null beendet. Zu Null bedeutet, dass sich nichts verbraucht hat, weil sich in einem  in sich rückgeschlossenen System nichts verbrauchen kann. Die Trennaktivität ist folglich nichts anderes als die Umkehrung der Urenergie in eine polar andere Erscheinungs- und Wirkungsweise zu einer solch gegenteiligen Kehrseite.

 

 

Unendlichkeit  ^

 

Unendlichkeit ist quasi Ausfluss von Allumfassung, weil die von nichts und niemand - ja nicht einmal vom allumfassenden Sein selbst - zu erfassen sein kann. Denn dazu müsste sich das Dasein außerhalb von sich selbst stellen können, was ja bei Allumfassung oder auch Totalsingularität schlicht unmöglich ist. Dennoch aber hat sich das mit seinen urenergetischen Unendlichkeitsbedingungen unterlegte Dasein mittels seines urknallenden Selbstaktes ergo innerhalb von sich selbst eine endliche Fassung gegeben. Die besteht zum einen in den vier raumzeitlichen Dimensionen und zum anderen in sämtlichen weltbildenden Komponenten, wie sie bereits schon seit 2007 in der - www.weltformelpro.50g.com -  dargelegt sind.

 

 

Urenergie  ^

 

Bei ihr handelt es sich um das raumzeitlose Energiebündel der Unendlichkeitsbedingungen just vor seiner Zündung zum Urknall. Sie ist damit die universale Systemenergie, die nicht mehr oder weniger werden kann, weil das System in seiner Totalsingularität nicht mehr oder weniger werden kann. Entstanden ist die Urenergie durch eine akustische Urwelle des Daseins in Person innerhalb dieser Person. Ohne ihr Erzeugermedium verlassen zu können und ohne Absorptionen muss sich eine exponentiell sich verstärkende Selbstresonanz aufbauen, bis sich ein Maximum der Unendlichkeitsbedingungen als universaler Totpunkt einstellt. Dann liegt es beim Erzeuger der Urwelle, den zugleich ihn selbst betreffenden Totpunkt mittels einer urknallenden Selbstabstoßung zu überwinden. Sie gerät bei Allumfassung zur Selbstumkehrung, wodurch im Weiteren ein System der Kehrseitigkeit erzeugt ist. Von daher ist die Urenergie trotz ihrer Umkehrung zum Universum, auf dessen Kehrseite so raumzeitlos präsent wie just vor ihrem Urknall. Dann ist es die Urenergie, welche in der immer nullpunktuellen Raumzeitlosigkeit sowie im gegenteilig raumzeitlichen Universum ihre beiden polaren Erscheinungs- und Wirkungsweisen besitzt.

 

 

Urimpuls  ^

 

Ohne den Urimpuls würde es den Urknall nicht geben. Dieser Urimpuls ist der uranfängliche Selbstimpuls des Systems Totalsingularität aus seinem maximalenergetischen Nullpunkt heraus. Kraft der dort zur Verfügung stehenden Urenergie katapultiert es sich per raumzeitgreifendem Urknall ins Dasein. Der Urimpuls ist ergo der allgewaltige Uranstoß, der aus dem System heraus, das System nicht verlassen könnend damit dessen Umkehrung zu zwei Kehrseiten bewirkt. Indem das System von der universalen Überperson verkörpert wird, gibt es in der nullpunktuellen Erstarrung einen personalen Handlungsrahmen mit der Erkenntnis Satans, welcher die urimpulsive Motivation zum urknallenden Akt liefert. Indem der Urimpuls als unveränderliche Erhaltungsgröße kosmisch ersten Grades wirkt, wird seine Wirkung im und als Urknall solange anhalten, bis durch das System selbst ein ihn beendender Gegenimpuls erfolgt. Wer oder was den Urimpuls erzeugte, der oder das kann ihn auch in umgekehrter Weise beenden. Dadurch, dass der Urimpuls im Urknall an die Raumzeit gekoppelt ist, bedeutete die Aufhebung der Zeit (bewirkt durch die Selbsteinholung seines Betreibers im Urknall = das Ende trifft den Anfang kausal und final) auch dessen Schluss mit dem bis dorthin dynamisch verlaufenen Urknall. Es verbleibt ein den Urknall statisch abbildendes Universum der Ewigkeit, jedoch in einer dynamisch freien Selbstverfügbarkeit.

 

 

Urknall  ^

 

Der Urknall markiert die Geburt des Universums und seine raumzeitliche Ausdehnung durch Umkehrung der raumzeitlos virtuellen Urenergie. Er wird vom Urimpuls getragen und dauert solange an, bis sich der Betreiber des Urknalls in eben seinem Urknall wieder kreisschließend zur Rückkoppelung der Kausalität und Finalität einzuholen vermag. Urimpuls und Urknall sind eingebettet in einen Handlungsrahmen der universalen Überperson, welche sich zu den biblischen Zeiten vornehmlich den altisraelischen Propheten als Herr und Gott geoffenbart hatte. Im durch Urknall hervorgegangenen Universum muss gemäß Kausalität und Finalität die betreffende zentrale Überperson zur Urenergie rückschließen. Das gelingt nur dem ausgezeichnet ganzheitlichen Menschen durch die Erzeugung einer allein ihn selbst betreffenden sich in ihm auspotenzierenden Urwelle. Es ist das Menschsein der universalen Überperson, welche so aus ihrem menschlichen und weltlichen Umfeld einen Handlungsrahmen erstellen kann, der mit Satan als Urerkenntnis tödlicher Selbstbedrohtheit das Urmotiv für Urimpuls und Urknall abgibt. Der Urknall beginnt und endet da an exakt der identischen Stelle in Raum und Zeit zu einer damit gegebenen raumzeitlichen Nullpunktualität des alles erbringenden, zugleich Schöpfung und Gericht seienden Selbstaktes der universalen Überperson.

 

 

Urscheidung  ^

 

Die Urscheidung vollzieht sich über die Trennaktivität, die Urimpuls und Urknall kennzeichnet. Mit der sich in Urimpuls und Urknall manifestierenden Urscheidung wird das Nichtsein vom Sein abgeschieden. Dies geschieht mit der für die Dauer des Urknalls stattfindenden Errichtung eines in seiner Zeitvergänglichkeit aufgrund dessen nichtigen Daseins. Mit Urknallende ist so ein zu Nichtsein vergangenes Dasein errichtet, wodurch dann umgekehrt das Dasein vom Nichtsein geschieden ist. Die Urscheidung ist ein Erfordernis der allvereinheitlichten Urenergie, welche sozusagen ein paradoxes Produkt des Nichtseins ist, indem sie von derjenigen universalen Überperson hervorgebracht wird, die aus dem Urknall und damit aus zu Nichtsein bestimmtem Dasein hervorgeht. Damit betrifft die Urscheidung die universale Überperson direkt und persönlich, als eben das Universum in Person. Von daher ist in ein und derselben universalen Überperson in der universalen Urknall-Schnittstelle seines Anfangs und Endes das Dasein mit dem Nichtsein ungetrennt vereint. Das führt unausweichlich in die Selbstkonfrontation und Urentscheidung, die das Dasein mit seiner urimpulsiv urknallenden Urscheidung auf Ewigkeit für sich entscheidet. Auf diese Weise ist die Urscheidung Schöpfung und Gericht in einem.

 

 

Vollendung  ^

 

Die Vollendung oder auch Vollendetheit stellt sich ein, wenn der unvollendete Anfang sein polares und damit vollendetes Ende eingeholt hat. Am Schluss des Urknalls haben sich die binären Selbstgegensätze des Daseins vollendet. Dies ist einmal quasi als Minus die vergangene Zeitwelt mit ihrer Bestimmung zum Nichtsein, sowie quasi als Plus die parallel und latent zugleich mitentstandene Ewigkeitswelt mit ihrer Bestimmung zum Dasein. Bei der Vollendung dieser beiden so "gegen-ständlichen" universalen Selbstgegensätze des Daseins ist das Universum überhaupt in seiner dadurch konkreten Gegenständlichkeit zur Gänze vollendet.

 

 

  Vollzug und Vollzogenheit  ^

 

Mit dem Vollzug ist die vorab zu vollziehende Zeitwelt charakterisiert, als das Erste und Alte, das in der Offenbarung des Johannes im Bild des widergöttlichen Drachens symbolisiert ist. Im Rahmen existenzialer Wahrheit und Wirklichkeit von Kausalität und Finalität steht deswegen im Uranfang des Daseins systemisch immer als zu erledigender Teil 1, jener alles erbringen müssende Vollzug. Als Urknall ist er Schöpfungs- und Gerichtsakt in einem. Seine zeitliche Begrenzung ergibt sich mit der Wiedereinholung seines Anfangs durch sein Ende zu einem systemisch in sich geschlossenen Kreis. Mit Vollzogenheit des Aktes ist die hierbei neu entstandene Ewigkeitswelt charakterisiert, als das Zweite und Neue, das in der Offenbarung des Johannes im Bild der göttlichen Braut symbolisiert ist. Sie ist der 2. Teil, und als immer währende Ewigkeit eines dynamisch sich unablässig erneuernden Selbsterlebens des Alls, ohne Anfang und ohne Ende. In ihn ist der 1. Teil unsichtbar eingebettet, wo er als polares Nichtsein die Binarität gegenständlichen Daseins mitträgt.

 

 

Wahrheit  und Wirklichkeit  ^

 

Diese beiden Begriffe sind eng miteinander verknüpft. Und jeder ragt in den anderen. Die Wahrheit ist immer das, was den tatsächlichen Begebenheiten entspricht. Ergänzend ist die Wirklichkeit stets das, was tatsächlich wirkt. Wenn es um die universale Wahrheit geht, dann wird sie von demjenigen erkannt und bestimmt, welcher das Universum in Allmacht bei sich selbst verkörpert. Wille und Wort des Allmächtigen werden kraft dessen sich darin manifestierender Allmacht unmittelbar darauf folgend zur universalen Wirklichkeit in Tatsächlichkeit. Wer so Wirklichkeiten zum Erscheinen oder Verschwinden bringt, derjenige ist damit notwendigerweise zugleich auch die personifizierte Wahrheit. Und seien damit auch widerstreitende Wirklichkeiten ins Leben gerufen, dann entspräche das genau den systemischen Anforderungen des Daseins, wie dies im Fall der Begründung und Sicherung von Dasein nicht anders möglich sein kann. Denn ohne Polarität ist kein Dasein zu machen, und das betrifft direkt den Herrn selbst, da er das Dasein in Person ist. Und so ist es eine quasi verdammte Wahrheit und Wirklichkeit, dass ohne das Nichts alles nichts ist. Deswegen war per Urknall konkretes Nichts in Form von vergänglichkeitsgemäß nichtigem Dasein zu bestimmen und errichten. Genannt: Satan! 

 

 

Zeit und Ewigkeit  ^

 

Die Zeit definiert sich erstrangig als eine Bewegungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Den Gegensatz zur Zeit bildet die Ewigkeit im Sinne einer erfüllten Zeit. Während die Zeit eine verändernde Bewegung von Anfang bis Ende beschreibt, in welcher unter beständiger Veränderung von Anfang bis Ende etwas zur Entstehung gebracht wird, was vorher noch nicht bestand, beschreibt die Ewigkeit den unveränderbaren Selbstbesitz dessen, was zeitlich bis zu seiner letztlichen Vollendetheit entstanden war. Auf unser Universum bezogen ist die Urenergie raum- und zeitlos, sowie dadurch von rein virtueller Natur, indem sie allausfüllend sich weder zeitlich noch räumlich bewegen kann. Von daher repräsentiert die Urenergie reale Raumzeitlosigkeit, sowie ein null- und totpunktuell zum Nichts erstarrtes ausschließlich potentielles Dasein der Unendlichkeitsbedingungen, als Kehrseite des Universums. Und zwar eines Universums, das in urknallender Selbstbewegung raumzeitlich entstanden war, um in Ewigkeit absolut jede Phase seiner einstigen Zeitlichkeit zur Grundlage einer freien Selbstverfügbarkeit zu haben. In diesem Sinne ist die Ewigkeit bewegt erfüllte Zeit, bzw. das zur Vollgestalt vollendete Universum in sich selbst ewig bewegt lebendig.

 

 

Zeitlosigkeit  ^

 

Sie gibt es zusammen mit der Raumlosigkeit universal nur in der kehrseitigen Urenergie der Unendlichkeitsbedingungen. Relativ ist aber die Zeitlosigkeit auch innerhalb der Zeit präsent, indem bei Zeitvergänglichkeit das zeitlich Vergangene dann mit solcher Löschung außerhalb der Zeit zu liegen kommt. Eine Form der Zeitlosigkeit stellt die hier so genannte Überzeitlichkeit dar, wie sie sich ja bei kreisförmiger Bewegung im Schnittpunkt des Anfangs und Ende der universalen Bewegung einstellen muss. Zum einen hat dort die Bewegung schon geendet, so dass dann Zeiterfülltheit gegeben ist, während zum anderen die einstige Bewegung noch nicht gestartet ist, so dass alsdann eine Art Zeitlosigkeit vorherrscht. Die einzig und allein nur hier vorliegende Ineinsfallung von Zeiterfülltheit und Zeitlosigkeit ergibt sodann diese sonderbare auf den universalen Null- und Totpunkt beschränkte Überzeitlichkeit.

 

 

Zeitwelt und Ewigkeitswelt  ^

 

Die Zeitwelt ist die zeitvergängliche Welt des höllisch-satanischen Vollzugs, bzw. der Urknalldauer, weshalb sie Zeitwelt genannt werden muss. Sie versteht sich als zu Nichtsein bestimmtes Dasein, indem das vereinheitlicht gegenstandslose Dasein in seinem Uranfang zu einem seingemäß binären gegenständlichen Dasein ein Selbstgegenteil zu errichten hatte. Von daher ist das Gegenteil zur nichtigen Zeitwelt die wertige und mit dem vollendeten Dasein identische Ewigkeitswelt. Da die Zeitwelt als Nichtsein die Binarität ewigen Daseins bzw. die Ewigkeitswelt mitträgt, ist sie nicht etwa einfach im Nichts verschwunden, sondern wird vom Herrn - als dem binär vollendeten All in allmächtiger Person - mitrepräsentiert.

 

 

   
     
   
 

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